El mala schlägt zurück: u21 wirft griechenland aus dem em-tritt

Athen war stumm. 4.000 griechische Kehlen erstarben nach elf Minuten, als Said El Mala die Kugel aus der Drehung ins lange Eck pfefferte – sein erstes Tor im siebten U21-Länderspiel, aber ein Schlag, der die deutsche EM-Qualifikation wieder in die eigene Hand legt.

Mit dem 2:0 (1:0) im Rückspiel riss die Mannschaft von Antonio Di Salvo nicht nur die Tabellenführung im Qualifikationsduell zurück, sondern auch die Hoffnung der Griechen, sich vorzeitig die Tickets für Serbien/Albanien zu sichern. Punktgleich, aber durch den direkten Vergleich klar im Vorteil, reichen dem DFB-Team jetzt Siege gegen Lettland, Malta und Georgien.

Backhaus und kade schreiben nebenplot

Mio Backhaus musste die Null verteidigen, als die Hausherren nach dem Rückstand mit wütenden Schüren um den Bremer Kasten fegten. Er hielt, was zu halten war – und schob nebenbei die Debüt-Tor-Serie fort: Anton Kade köpfte nach 73 Minuten den entscheidenden zweiten Treffer, ebenfalls sein erstes im U21-Dress. Beide Torschützen hatten vorher genau jene Spiele analysiert, in denen das Hinspiel 2:3 verloren ging. Das Ergebnis: kein Platz für Distanzschüsse, maximal Kontertempo.

Di Salvo hatte vor Anpfiff vor „Druck auf dem Kessel“ gewarnt. Der entpuppte sich als Schmortopf auf Sparflamme – viele Ränge blieben leer, der Schiri piff nur zweimal. Die deutsche Abwehr ließ nichts anbrennen, El Mala hätte den Deckel schon früher draufsetzen können, scheiterte aber zweimal aus gleicher Position (55./61.).

Gruppe wieder im deutschen regal

Gruppe wieder im deutschen regal

Die Zahlen sind klar: drei Spiele, neun Punkte, und der Einzug in die Endrunde 2027 ist sicher. Für den 1. FC Köln-Stürmer war der Abend ein persönlicher Befreiungsschlag – schließlich hatte er zuletzt auch Nagelsmanns A-Kader im Visier. „Das war ein wunderbarer Schuss mit seiner schönen Technik“, sagte Rudi Völler bei ProSieben MAXX und wischte sich beinahe ebenfalls die Augen, als er El Mala mit dem Trikot die Tränen abtupfen sah.

Die deutsche U21 hat das Heft wieder in der Hand – und Athen bekommt erst einmal keinen zweiten Versuch.