Eklat in lissabon: rasistische beleidigung überschattet champions league-spiel

Real madrid gewinnt, doch der sieg gerät in den schatten

Lissabon – Ein Abend voller Emotionen und schließlich auch unschöner Vorkommnisse überschattete das Champions-League-Playoff-Hinspiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid. Obwohl die Königlichen mit 1:0 (0:0) die Oberhand behielten, rückte der sportliche Erfolg nach einer mutmaßlichen rassistischen Beleidigung gegen Vinicius Júnior in den Hintergrund. Nationalspieler Antonio Rüdiger stand in der Startelf von Real Madrid.

Provokation und die eskalation

Provokation und die eskalation

Vinicius Júniorprovozierte nach seinem Führungstreffer in der 50. Minute mit einem Tänzchen an der Eckfahne, was ihm eine Gelbe Karte einbrachte. Kurz darauf folgte der Eklat: Benfica-Stürmer Gianluca Prestianni soll den Real-Star beleidigt haben, wobei er sich das Trikot vor den Mund hielt. Vinicius reagierte umgehend und gestikulierte wild in Richtung Schiedsrichter François Letexier, der das Spiel daraufhin unterbrach.

Hitze an der seitenlinie und rote karte

Hitze an der seitenlinie und rote karte

An der Seitenlinie entbrannte eine hitzige Diskussion, an der vor allem Vinicius und sein Teamkollege Kylian Mbappé intensiv beteiligt waren. Ein Benfica-Betreuer sah die Rote Karte. Vinicius musste zwischenzeitlich kopfschüttelnd auf der Ersatzbank Platz nehmen. Nach zehnminütiger Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt, wobei Vinicius bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wurde.

Mourinho fehlt im rückspiel

Die Revanche für die 2:4-Niederlage in der Gruppenphase rückte angesichts der Ereignisse in den Hintergrund. Trotzdem konnte Real Madrid den knappen Sieg über die Zeit bringen und hat gute Aussichten auf das Erreichen des Achtelfinales. Das Rückspiel im Bernabéu wird jedoch ohne José Mourinho stattfinden, da der Benfica-Trainer in der Schlussphase wegen wiederholten Reklamierens mit Gelb-Rot auf die Tribüne geschickt wurde (86.).

Turbulenter abend auch für psg

Auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain erlebte einen turbulenten Abend. Nach einem 0:2-Rückstand, einem verschossenen Elfmeter und der frühen Auswechslung von Superstar Ousmane Dembélé gelang den Parisern dennoch ein 3:2 (2:2)-Sieg bei der AS Monaco. Désiré Doué glänzte mit einem Tor und einer Vorlage.

Dembélés ausfall und monacos rote karte

Folarin Balogun brachte Monaco mit einem Doppelpack in Führung (1./18.). Philipp Köhn, der deutsche Torhüter von Monaco, hielt einen Elfmeter von Vitinha (22.). Kurz darauf musste Dembélé verletzungsbedingt vom Feld. Sein Ersatz, Désiré Doué, traf prompt zum Anschluss (29.) und bereitete den Ausgleich von Achraf Hakimi vor (41.). Später erzielte er auch den 3:2-Siegtreffer (67.). Aleksandr Golovin sah aufseiten von Monaco die Rote Karte wegen eines groben Fouls (48.).

Ausblick auf die nächste runde

Der Sieger des Duells zwischen Real Madrid und Benfica trifft in der Runde der besten 16 auf Manchester City oder Sporting Lissabon. PSG trifft entweder auf den FC Barcelona oder den FC Chelsea. Die kommenden Spiele versprechen weitere spannende Momente und hoffentlich weniger unschöne Vorfälle.