Ekitiké kehrt zurück nach paris: vom bundesliga-torjäger zum liverpool-angreifer
Paris ist wieder bereit für Hugo Ekitiké. Der Stürmer, der in Deutschland zu einer Sensation wurde, kehrt nun als Liverpool-Spieler zum Hauptstadtklub zurück – ein Transfer, der vor zwei Jahren noch als großer Coup für den PSG galt, sich aber schnell als Fehlschlag entpuppte.
Ein kurzes gastspiel im park der prinzen
Erinnern Sie sich? 2022 winkte Ekitiké dem schwindelerregenden Angebot des Paris Saint-Germain zu, wo er im Luxus-Angriff mit Messi, Neymar und Mbappé spielen sollte. Die Realität sah jedoch anders aus. Luis Enrique, der Trainer, ließ ihn kaum ran – nur neun Minuten Einsatzzeit in einem Spiel. Ein halbes Jahr später folgte die Leihe zum Eintracht Frankfurt, wo der junge Franzose seine Klasse unter Beweis stellen sollte.
Und das tat er mit Bravour. In Frankfurt avancierte Ekitiké zu einem echten Torjäger und einer wichtigen Säule im Team von Dino Toppmöller. 26 Tore und 14 Vorlagen in 64 Spielen – eine beeindruckende Bilanz, die ihn schließlich auf die Radar von Liverpool brachte. Markus Krösche, der Sportdirektor des Eintracht, dürfte sich ins Fäustchen lachen. Für rund 30 Millionen Euro war Ekitiké damals nach Frankfurt ausgeliehen worden, im Sommer 2023 ging er dann für satte 95 Millionen Euro weiter auf die Insel.
Die Zahlen lügen nicht: Ein Transfergewinn, der seinesgleichen sucht. Aber auch in Liverpool kämpfte Ekitiké zunächst um seinen Platz. Die Anwesenheit von Darwin Núñez erschwerte ihm den Durchbruch, doch mit 17 Toren und sechs Vorlagen in der bisherigen Saison hat er bewiesen, dass er zu überzeugen weiß.

Deschamps’ neue hoffnung für die wm
Und nun kehrt Ekitiké in seine alte Heimat zurück, um gegen die Mannschaft anzutreten, für die er einst spielte. „Er war sehr jung, als er hier war, und hat sich enorm verbessert“, lobte Luis Enrique ihn kürzlich. Vitinha, ein damaliger Teamkollege, zeigte sich da schon etwas weniger euphorisch: „Er hat viele Qualitäten, aber es war nicht der richtige Kontext.“
Ekitiké selbst blickt positiv auf seine Zeit in Paris zurück. „Es war eine Lernphase in meiner Karriere“, sagte er. „Ich bin reifer geworden.“ Und er hat Recht. Die bundesliga hat ihn geformt, Liverpool hat ihn weiterentwickelt, und nun steht er bereit, im Champions-League-Duell gegen PSG zu zeigen, was er gelernt hat. Ob er die Erwartungen erfüllen kann und ob er tatsächlich zu Deschamps’ Wunschstürmer für die Weltmeisterschaft wird, bleibt abzuwarten.
Die Herausforderung ist gewaltig, aber Ekitiké hat bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann. Und wer weiß, vielleicht ist es ja gerade die Konfrontation mit seiner Vergangenheit, die ihn zu Höchstleistungen antreibt. Denn eines ist klar: Hugo Ekitiké ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Er ist ein erfahrener Stürmer, der weiß, wo das Tor steht und wer weiß, vielleicht ist es die Zeit, für die er sich im Schatten anderer bewiesen hat, die ihn nun zum Star machen wird.
