Eislöwen dresden: bittere realität – der frühzeitige del-abstieg
Eislöwen dresden: bittere realität – der frühzeitige del-abstieg
Die Dresdner Eislöwen haben sieben Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde den sportlichen Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) besiegelt. Die Niederlage am Mittwochabend gegen die Kölner Haie (2:7) besiegelte das Schicksal des DEL-Neulings. Kapitän Niklas Postel und Geschäftsführer Maik Walsdorf ließen ihre Enttäuschung in deutlichen Worten anklingen.
Frustration nach klarem ausscheiden
„Das ist natürlich scheiße. Da gibt's nicht viel schönzureden in dieser Saison“, äußerte sich Niklas Postel nach dem Spiel bei MagentaSport. Die 7:2-Niederlage gegen die Kölner Haie war ein weiterer Tiefpunkt in einer enttäuschenden Saison. Der Rückstand auf den rettenden Ufer ist mit 22 Punkten uneinholbar.

Deutliche worte des geschäftsführers
Auch Geschäftsführer Maik Walsdorf sparte nicht mit Kritik. „Es ist absolute Scheiße, hier zu stehen“, sagte er. „Es ist unfassbar, wie wir teilweise hergespielt wurden.“ Die Leistungen der Mannschaft waren über weite Teile der Saison unter den Erwartungen geblieben. Die Entscheidung, bereits in der Olympiapause Spieler ziehen zu lassen, wurde als Konsequenz aus der aussichtslosen Situation getroffen.

Personalentscheidungen in der pause
Bereits während der Olympiapause hatten die Dresdner vier Spieler abgegeben, darunter den bisherigen Kapitän Travis Turnbull. Der Klassenerhalt galt angesichts des großen Rückstands als unrealistisch. „Wir haben einige Fehler gemacht. Jeder trägt Teilschuld daran“, so Walsdorf. Die Entscheidung war schmerzhaft, aber notwendig, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Planung für die del2
Die Verantwortlichen haben bereits die Planung für die DEL2 in die Wege geleitet. „Wir haben schon im Januar die Planung auf die DEL2 ausgerichtet“, erklärte Walsdorf. „Auf nichts anderes.“ Die Aussichten auf einen Verbleib in der DEL sind äußerst gering, da bereits mehrere Zweitligisten Interesse an der DEL-Lizenz bekundet haben.
Hoffnungsschimmer durch zweitligameister?
Trainer Gerry Fleming klammerte sich noch an einen kleinen Hoffnungsschimmer. „Wir haben es nicht selbst geschafft“ und benötigten nun „fremde Hilfe“. Ein Verbleib in der DEL wäre nur dann möglich, wenn ein nicht aufstiegsberechtigter Klub wie die Bietigheim Steelers Zweitligameister werden sollte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch gering.
Interesse an der del-lizenz
Insgesamt sechs Zweitligisten haben eine DEL-Lizenz für die nächste Saison beantragt, darunter die Top-Teams:
- Krefeld Pinguine
- Kassel Huskies
- Starbulls Rosenheim
- Ravensburg Towerstars
Die Zukunft der Dresdner Eislöwen liegt nun in der DEL2. Die Fans hoffen auf einen schnellen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse.
