Eishockey-wm: deutschland schnappt sich frust – mini-hoffnung lebt!
Zürich – Der Jubel hallte durch die Swiss Life Arena, doch er war getrübt. Deutschland ließ gegen Großbritannien in der Eishockey-WM die Wut raus (6:3), doch die Tür zur K.o.-Runde schließt sich nur, wenn Ungarn am Dienstag einen Bärendienst für Lettland erwies.

Ein klassenunterschied mit fragezeichen
Es war ein Spiel, das schon lange entschieden war. Von der ersten Minute an dominierte das DEB-Team das Eis, drückte den Gegner in seine eigene Zone und ließ kaum Raum zum Durchatmen. Doch der Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger Großbritannien ist nur ein kleiner Schritt. Die Abhängigkeit von einem Ergebnis am Dienstag ist bitter. Harold Kreis, der Bundestrainer, wirkte nach der Partie sichtlich angespannt.
Moritz Seider, der Kapitän, bereitete das erste Tor vor, ein präziser Pass zu Alex Karachun, der den Puck eiskalt einschieben konnte. Dann folgte eine Tor-Party, die die Hoffnung kurz aufleben ließ – Frederik Tiffels mit einem sehenswerten Solo, Fabio Wagner mit einem Blitzangriff, Andreas Eder mit einem wachen Auge für die Situation. Doch der Jubel währte nicht lange. Großbritannien, obwohl deutlich unterlegen, zeigte Moral und konterte.
Die NHL-Bilanz von Philipp Grubauer im Tor ist weiterhin ein Diskussionsthema. Während Maxi Franzreb eine Chance verdient gehabt hätte, ließ Grubauer, trotz einiger wackeliger Momente, das Spielgeschehen kontrollieren.
Leon Gawanke erhöhte auf 6:1, doch die späten Treffer von Olli Betteridge und Robert Lachowicz schmückten das Ergebnis nur auf. Die Wahrheit ist: Deutschland gewinnt nur noch gegen die vermeintlich „Kleinen“ des Welteishockeys.
Die Bilanz gegen Großbritannien spricht für sich: Zehn Spiele, sechs Siege, drei Niederlagen und ein Unentschieden. Eine Statistik, die die Diskrepanz im Leistungsniveau verdeutlicht, aber auch die Frage aufwirft, warum es gegen stärkere Gegner nicht funktioniert.
Die Heim-WM 2027 auf Schalke bietet eine Chance auf einen Neuanfang. Doch bevor der Puck wieder in der Nordkurve rollt, müssen die Verantwortlichen die Strukturen im deutschen Eishockey fundamental überarbeiten. Es braucht mehr als nur Siegesseren gegen vermeintlich schwächere Gegner. Es braucht eine nachhaltige Entwicklung, eine neue Generation von Spielern und eine klare Strategie. Die Zeit drängt.
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