Eishockey-schock: lettland demütigt deutschland – viertelfinale in weite ferne?
Zürich – Ein Debakel für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB): Nur wenige Stunden nach Lukas Reichels Ankunft im Team unterlag die deutsche Nationalmannschaft Lettland mit 0:2. Der WM-Traum scheint für das vom Verletzungspech geplagte Team bereits nach zwei Spielen ernsthaft gefährdet. Die Vorstellung war erschreckend, die Chancenverwertung katastrophal.
Die reichel-bilanz: geburtstag ohne freude
Der viel erwartete Einsatz des NHL-Stürmers Lukas Reichel, der an seinem 24. Geburtstag ins Team kam, konnte die deutsche Mannschaft nicht entscheidend verbessern. Reichel wirkte bemüht, fand aber kaum Anschluss an das blasse Gesamtbild. Das Spiel von Bundestrainer Harold Kreis wirkte verunsichert, die taktischen Umstellungen brachten keine Wende. Die Letten, die bereits bei den Olympischen Winterspielen in Mailand einen Überraschungssieg gegen das deutsche Dreamteam feierten, nutzten die Schwächen der DEB-Auswahl eiskalt aus.
Martins Dzierkals (19.) und Rudolfs Balcers (25.) erzielten die Tore für Lettland, während die deutsche Offensive um Kapitän Moritz Seider nahezu harmlos wirkte. Einziger Lichtblick: Joshua Samanski vergab eine hochkarätige Chance, als er allein vor dem lettischen Torwart Kristers Gudlevskis auftauchte. Gudlevskis erwies sich als unüberwindbare Mauer, die die deutsche Offensive frustrierte.

Die schweiz als nächste hürde: ein duell der giganten
Am Montag (20:20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) trifft Deutschland auf den bislang ungeschlagenen Gastgeber Schweiz. Ein Duell, das für das deutsche Team zu einem Endspiel wird. Die „Nati“ reist mit sechs NHL-Profis und dem Ehrgeiz an, nach zwei Silbermedaillen endlich den ersten WM-Titel zu holen. Das deutsche Team hingegen muss sich nach dem katastrophalen Start erstmal wiederfinden.
„Da sind wirklich alle mit dabei, deshalb sind sie brutal eingespielt. Das ist ihre Stärke“, analysierte Stürmer Dominik Kahun, der seit fünf Jahren in der Schweiz spielt, die Stärken des Gegners. Das deutsche Team muss nun eine schnelle Antwort finden, um den Abstieg in die Tiefe der WM-Tabelle zu verhindern. Die Letzte Chance, sich zu beweisen, winkt am Montag gegen die Schweiz – ein Gegner, der aktuell in einer völlig anderen Verfassung steckt.
Denn eines ist klar: Mit nur einem Tor in 120 WM-Minuten hat Deutschland den internationalen Eishockey-Verband (IIHF) und die Fans gleichermaßen schockiert. Die Frage ist, ob das Team von Harold Kreis noch in der Lage ist, die Wende herbeizuführen und den WM-Traum am Leben zu erhalten.
