Eisbären-debakel: köln gleicht die serie aus!

Berlin bangt, Köln feiert: Die Eisbären Berlin haben im zweiten Halbfinalspiel der DEL-Playoffs eine herbe Pleite gegen die Kölner Haie hinnehmen müssen. Mit 1:5 wurden die amtierenden Meister vor eigener Kulisse gedemütigt und die Serie ausgeglichen. Ein katastrophales Mitteldrittel entschied die Partie eindeutig.

Ein erster auftritt, der in die irre führte

Nach dem überraschend deutlichen 6:3-Erfolg im ersten Spiel in Berlin schienen die Eisbären in Köln auf die lange Reise gehen zu müssen. Doch das Spiel verlief anders. Die Kölner Haie agierten von Beginn an aggressiver und körperbetonter, ohne dabei jedoch unfair zu werden. Yannick Veilleux sorgte in der 15. Minute für die Führung der Eisbären, nachdem Köln einen Puckverlust nicht abfangen konnte. Ein ansehnliches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten deutete an, dass es eng werden würde.

Das mitteldrittel – ein albtraum für die eisbären

Das mitteldrittel – ein albtraum für die eisbären

Das zweite Drittel wurde für die Eisbären zu einem kompletten Albtraum. Innerhalb von nur 80 Sekunden kassierten sie zwei Treffer durch Patrick Russell (29. und 30. Minute) und schienen den Faden komplett verloren zu haben. Doch es kam noch schlimmer: Louis-Marc Aubry erhöhte den Rückstand in der 34. Minute auf 4:1, wobei Torwart Jonas Stettmer keine gute Figur abgab. Trainer Serge Aubin reagierte und brachte den verletzten Jake Hildebrand ins Tor. Doch auch der konnte den drohenden Zusammenbruch nicht verhindern. MacLeod erhöhte in der 44. Minute auf 5:1, nachdem die Eisbären im Konter völlig harmlos wirkten.

Ein hoffnungsloser kampf im schlussabschnitt

Ein hoffnungsloser kampf im schlussabschnitt

Auch im Schlussdrittel konnten die Eisbären nicht mehr aufholen. Eric Mik traf zwar in der 49. Minute die Latte, aber der Glaube war längst verflogen. Jean-Sébastien Dea scheiterte ebenfalls an dem überragenden Janne Juvonen im Kölner Tor. Die Haie kontrollierten das Spiel souverän und ließen den Eisbären kaum Raum zur Entfaltung. „Wir waren wirklich gut im ersten Drittel. Und dann haben wir aufgehört, zu spielen“, kommentierte Eisbären-Coach Serge Aubin nach der Partie enttäuscht.

Die Serie steht nun 1:1. Am Sonntag, den 12. April, treffen die beiden Teams in Berlin aufeinander. Die Eisbären müssen sich neu fokussieren, um die Chance auf den Einzug ins Finale nicht zu verspielen. Die Kölner Haie haben gezeigt, dass sie zu allem bereit sind.