Eisbären demütigen haie: kölner playoff-traum geplatzt?
Berlin hat Köln eine bittere Lektion erteilt. Die Eisbären besiegten die Kölner Haie in Spiel 1 des Halbfinales der DEL Playoffs mit 6:3 und warfen damit einen tiefen Schatten auf die Titelhoffnungen des letztjährigen Finalisten. Ein Déjà-vu für die Haifans, die sich an die Klatsche im letzten Finale erinnern mussten.

Frühe führung der eisbären setzt kölner unter druck
Schon nach sieben Minuten stand es 2:0 für Berlin. Adam Smith eröffnete den Torreigen, bevor Moritz Kretzschmar den Vorsprung ausbaute. Die Haie schlugen zwar durch Valterri Kemiläinen zurück, doch die Eisbären demonstrierten ihre Überlegenheit in der Folge.
Noebels und Müller erhöhten die Führung der Eisbären im zweiten Drittel auf 4:1, bevor Kretzschmar mit seinem zweiten Treffer des Spiels für eine Vorentscheidung sorgte. Trainer Kari Jalonen reagierte mit Felix Brückmann im Tor, doch das brachte kaum Erleichterung. Die Haie konnten zwar mehr Torschüsse notieren, aber die Durchschlagskraft fehlte.
Ein ungewöhnlicher Schachzug von Jalonen: Kurz vor Schluss nahm der KEC-Trainer Brückmann vom Eis und setzte auf eine zusätzliche Feldspieler. Ein riskantes Unterfangen, das sich als Fehlentscheidung erwies, als Les Lancaster zum 6:2 traf. Gregor MacLeod gelang lediglich der Ehrentreffer.
Die Eisbären demonstrierten eine beeindruckende Leistung und zeigten, dass sie nicht ohne Grund die Hauptrunde gewannen. Die Haie hingegen wirkten verunsichert und hatten Schwierigkeiten, ihre Stärken auf das Eis zu bringen. Die Erinnerungen an das letztjährige Finale, in dem der KEC in den letzten drei Spielen mit 0:7 unterging, schienen die Kölner zu verfolgen.
Ob die Kölner Haie am Freitag in Köln einen Sieg feiern und die Serie ausgleichen können, bleibt abzuwarten. Doch nach dieser Vorstellung scheint der Traum vom DEL-Titel in weite Ferne gerückt zu sein. Die Eisbären haben gezeigt, dass sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen und den Titel zu verteidigen.
