Eintracht-offensive erwacht: ebnoutalib und uzun schnüren die stollen

Frankfurt – Wer dachte, die Eintracht würde mit zahnlosem Angriff gegen Heidenheim antreten, sieht sich getäuscht. Younes Ebnoutalib und Can Uzun, zwei Namen, die zuletzt nur auf der Verletzliste standen, donnerten heute mit Vollgas über den Trainingsrasen. Die Fans jubeln, die Gegner zittern.

Die rückkehr, die mehr bedeutet als nur zwei spieler

Die rückkehr, die mehr bedeutet als nur zwei spieler

Seit seiner Innenbandblessur gegen Stuttgart fehlte Ebnoutalib wie ein Schatten im Nebel. Ohne ihn plätscherte die Offensive der Hessen – drei Spiele, nur ein Treffer. Nun kehrt der 20-Jährige zurück, als hätte er nie eine Pause eingelegt. Parallel meldet sich Can Uzun nach muskulären Problemen zurück. Sein letztes Tor: ein Lupfer gegen Hoffenheim, der den Torhüter ins Leere springen ließ. Beide könnten am Samstag schon wieder im Kader stehen, auch wenn Uzun wohl aufgeschoben wird: Mainz gilt als realistischeres Comeback.

Die Zahlen sind hart: In den letzten vier Partien kreierten die Frankfurter nur 2,3 xG – schwächster Wert der Liga. Mit Ebnoutalib und Uzun steigt die erwartete Torausbeute auf 4,1. Das ist kein Luxus, das ist Notwendigkeit. Denn der Spielplan bietet kein Pardon: nach Heidenheim warten Mainz, Köln und Wolfsburg – alles Teams, die unten nichts mehr zu verlieren haben.

Trainer Albert Riera lächelt nicht, er plant. „Wir haben gelernt, dass eine Verletzungskette uns lahmlegt“, sagt er off the record. Nun kann er wieder rotieren, Dreierkette oder Doppelsturm, alles ist drin. Die Uhr tickt laut: 48 Stunden bis zur Partie gegen Heidenheim, die Heimspielserie steht bei 312 Minuten ohne Gegentor. Ein Tor von Ebnoutalib würde diese Serie nicht nur fortsetzen – sie würde sie zur Legende machen.

Die Fans singen bereits: „Ebnou, Can, wir fliegen zum Main!“ Die Choreografie steht, die Stimmung kocht. Wer am Samstag um 15.30 Uhr im Deutsche-Bank-Park sitzt, erlebt vielleicht den Moment, in dem die Eintracht wieder nach vorne träumt. Und wenn nicht schon gegen Heidenheim, dann spätestens in Mainz – mit einem Ziel: Abstiegsstress in Punkte verwandeln.