Eintracht frankfurt verpasst europa: bitteres remis gegen stuttgart!

Die Luft in Frankfurt ist zum Schneiden dick. Eintracht Frankfurt hat die Chance auf die Europa League verpasst – und das in einem Spiel, das mehr als nur drei Punkte bedeutete. Ein 2:2 gegen den VfB Stuttgart reichte am Ende nicht, um den Sprung in den europäischen Wettbewerb zu schaffen. Sechs Jahre ohne Europapokal, eine lange Zeit für die Frankfurter Fans.

Riera-experimente und frühe rückschläge

Trainer Albert Riera, dessen Zukunft bei der Eintracht ohnehin in der Schwebe hängt, überraschte mit einer ungewöhnlichen Aufstellung. Rasmus Kristensen und Jean-Mattéo Bahoya kehrten zurück, Mario Götze durfte überraschend in der Startelf ran. Doch das Experiment scheiterte bereits früh. Nach nur 17 Minuten musste Bahoya verletzungsbedingt raus, und kurz darauf, in der 10. Minute, klingelte es im Frankfurter Tor: Chema köpfte nach einer Ecke zum 0:1 ein. Der SC Freiburg führte zur gleichen Zeit gegen RB Leipzig 2:0, was die Hoffnung auf ein Frankfurter Wunder nahezu zunichte machte.

Die Situation wurde in der 45. Minute noch schlimmer, als Nikolas Nartey den VfB mit einem weiteren Treffer auf 0:2 schoss. Die Eintracht-Fans reagierten mit einer Mischung aus Galgenhumor und Frustration, skandierten „Die SGE ist wieder da“ und pfiffen ihre Mannschaft in die Pause. Ein ironischer Kommentar zu einer verkorksten Vorstellung.

Burkardt belebt hoffnung – doch es reicht nicht

Burkardt belebt hoffnung – doch es reicht nicht

Arnaud Kalimuendo, der in der ersten Halbzeit kurz behandelt werden musste, kehrte nicht mehr auf das Feld zurück. Rieras Entscheidung, ihn durch Fares Chaibi zu ersetzen, ließ die Offensive der Eintracht blass aussehen. Doch dann kam Jonathan Burkardt. Der Ex-Mainzer traf zunächst per Foulelfmeter (72.) und sorgte mit einem weiteren Handelfmeter in der Nachspielzeit für den Ausgleich (90.+2). Ein Doppelpack, der kurzzeitig Hoffnung machte, am Ende aber zu spät kam.

Was wäre, wenn Riera und Burkardt in den vergangenen Wochen nicht so oft aneinandergeraten wären? Diese Frage quält die Frankfurter Fans nun. Selbst ein Sieg gegen Stuttgart hätte nicht mehr für die Europa League gereicht. Die Saison endet mit einem bitteren Nachgeschmack.

Emotionaler abschied und chaotische szenen

Emotionaler abschied und chaotische szenen

Der Abschied von Eintracht-Urgestein Timothy Chandler, der für Kristensen eingewechselt wurde, wurde mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt. Doch die Freude währte nicht lange. Pyrotechnik und Böllern sorgten für chaotische Szenen im Stadion, bei denen laut Stadionsprecher sogar zwei Personen verletzt wurden. Ein trauriger Rahmen für den Abschluss einer enttäuschenden Saison.

Die Eintracht Frankfurt verabschiedet sich mit einem 2:2 gegen den VfB Stuttgart in den Sommer. Ein Abgesang auf eine Saison, die mit großen Ambitionen begann, aber in einer bitteren Enttäuschung endete. Die Suche nach Konstanz und einer klaren Spielphilosophie muss im Sommer dringend beginnen, um in der kommenden Saison wieder an die europäische Spitze anknüpfen zu können.