Eibar träumt laut: zwei siege, null gegentore, kein limit
Zehn Monate ohne Auswärtssieg. Dann, innerhalb von zwei Wochen, zweimal gewonnen. Der SD Eibar erlebt gerade eine Verwandlung, die selbst hartgesottene Fans der Segunda División staunen lässt. Das 1:0 in Andorra war kein Zufallstreffer — es war das dritte Mal in Serie, dass die Armeros die Null hielten. Dreimal. In Folge. Das macht man nicht aus Glück.
Beñat san josé hat aus eibar ein chamäleon gemacht
Was Beñat San José in den letzten Monaten aufgebaut hat, lässt sich schwer in eine Taktikformel pressen. Sein Team presst hoch, wenn es muss. Es lässt sich fallen, wenn es besser passt. Es spielt direkt, wenn der Raum da ist, und überlässt dem Gegner den Ball, wenn das die klügere Wahl ist. Diese Flexibilität ist kein Zufall und keine Improvisation — sie ist das Ergebnis einer konsequenten Arbeit, die jetzt Früchte trägt.
Nur Málaga hat in der Rückrunde mehr Punkte geholt als Eibar. 21 von 30 möglichen Punkten — eine Bilanz, die den Verein aus der Abstiegszone heraus und in Schlagweite der Playoff-Ränge gebracht hat. Fünf Punkte trennen Eibar noch von den Aufstiegs-Playoffs. Fünf Punkte. Das ist keine Traumdistanz mehr.

30 Monate ohne zwei auswärtssiege in serie — jetzt gebrochen
Die Zahl, die alles zusammenfasst: 30 Monate hatte Eibar keinen Lauf wie diesen auf fremdem Terrain. Seit Ende November schien die Saison bereits entschieden — allerdings in die falsche Richtung. Abstiegskampf, nicht Aufstiegsträume. Heute stehen 45 Punkte auf dem Konto, der Klassenerhalt ist gesichert, und die Mannschaft schaut nach oben.
Nach außen hin wird niemand bei Eibar offen von Playoffs reden. Das ist Vereinskultur, kein Geheimnis. Aber in der Kabine, unter den Spielern, wächst eine Überzeugung, die man nicht mehr wegdiskutieren kann. Wer dreimal in Folge zu null spielt und zwei Auswärtssiege in vierzehn Tagen einfährt, der glaubt an sich — und das zurecht.
Was Ende November undenkbar schien, ist Anfang Frühling bittere Realität für die Konkurrenz: Eibar hat nichts mehr zu verlieren und genau das macht sie gefährlich. Die Tabelle wartet, und die Armeros haben gelernt, wie man sie liest.
