Ehemaliger Boxer Prichard Colón stirbt nach langer Krankheit
Der ehemalige Profiboxer Prichard Colón ist im Alter von 35 Jahren nach einer langen gesundheitlichen Auseinandersetzung gestorben, wie Remezcla berichtet. Sein Tod markiert das tragische Ende einer Karriere, die durch eine schwere Verletzung im Jahr 2015 abrupt beendet wurde.
Die Umstände seines Todes
Colóns Vater bestätigte den Tod seines Sohnes am Donnerstagmorgen in einem Facebook-Post. Er bedankte sich für die jahrelange Liebe und Gebete.

Colóns Karriere und die verheerende Verletzung
Prichard Colón hatte eine Bilanz von 16 Siegen und 1 Niederlage als Super-Weltergewichtler in 17 Profikämpfen. Seine einzige Niederlage erlitt er im letzten Kampf seiner Karriere gegen Terrel Williams, bei dem er eine Hirnblutung erlitt. Nach dem Kampf lag er 221 Tage lang im Koma, nachdem er wiederholte Schläge gegen den Nackenbereich erhalten hatte – eine Aktion, die inzwischen im Boxsport verboten ist.

Die 'Prichard Colón Regel' gegen sogenannte 'Rabbit Punches'
Im Jahr 2015 wurde Colón im Kampf gegen Terrel Williams wiederholt am Hinterkopf getroffen, genauer gesagt im Bereich der 'medulla oblongata' am Fuß des Schädels. Diese Schläge, die in den Medien als 'Rabbit Punches' bezeichnet wurden, führten zu den schwerwiegenden Folgen. Der Weltboxrat (WBC) hat daraufhin eine Null-Toleranz-Politik gegenüber diesen illegalen Schlägen eingeführt.
Die Maßnahmen des WBC
Der WBC betont, dass der Bereich, in dem sich das Rückenmark mit dem Hirnstamm verbindet, weitgehend ungeschützt ist und Schäden dort zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen können. Die Regel beinhaltet nun folgende Punkte:
- Vor dem Kampf wird der Schiedsrichter die Boxer und Trainer im Umkleideraum vor den Konsequenzen von 'Rabbit Punches' warnen.
- Schiedsrichter sollen besonders deutlich machen, welche verheerenden Verletzungen diese Fouls verursachen können.
- Bei einem solchen Schlag muss der Schiedsrichter sofort eingreifen, den Boxer warnen und gegebenenfalls Punkte abziehen.
- Schiedsrichter haben die Befugnis, Boxer zu verwarnen, Punkte abzuziehen oder aus dem Kampf zu disqualifizieren.