Ehemaliger a-league-kapitän wegen spielmanipulation verurteilt
Skandal um spielmanipulation in der a-league
Sydney, Australien – Ein ehemaliger Kapitän der australischen A-League, Ulises Davila, wurde wegen seiner Beteiligung an einer Wettmanipulation zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 34-jährige Ex-Kapitän der Macarthur Bulls hatte sich mit einer unbekannten Person aus Kolumbien, genannt "J Col", zusammengetan, um die Ergebnisse von Spielen zu beeinflussen. Der Fall wirft ein dunkles Licht auf die Integrität des australischen Fußballs.

Die machenschaften des ulises davila
Davila rekrutierte seine Teamkollegen Clayton Lewis und Kearyn Baccus, um in fünf Spielen der Saisons 2023 und 2024 Gelbe Karten zu provozieren. Ziel war es, Wettquoten zu manipulieren und daraus einen finanziellen Vorteil zu ziehen. Konkret ging es darum, die Anzahl der Disziplinarmaßnahmen pro Spiel zu erhöhen und auf diese zu wetten. Die Vereinbarung sah vor, dass Davila seine Mitspieler für ihre Mitwirkung entlohnen würde.
Das urteil des gerichts
Am Mittwoch wurde Davila vom Downing Centre Local Court in Sydney schuldig befunden und zu einer Gesamtstrafe von 11.000 US-Dollar verurteilt. Richterin Marguerite Vassall betonte, dass Davilas Handlungen zwar nicht den Spielausgang direkt beeinflusst hätten, dennoch aber die Integrität des Spiels in Frage stellten. Sie wörtlich: „Es untergräbt in gewisser Weise die Glaubwürdigkeit des Spiels.“
Die rolle der mitspieler lewis und baccus
Clayton Lewis und Kearyn Baccus erhielten jeweils 10.000 US-Dollar von Davila für ihre Beteiligung an dem Betrug. Beide wurden im September zu Bewährungsstrafen verurteilt, ohne jedoch einer Verurteilung entgegenzusehen. Das Gericht befand, dass sie „ganz unten in der Hierarchie des Betrugs“ standen. Die Karten wurden während des Spiels aufgrund von vermeintlichen Vergehen wie Schubsen oder unsportlichem Verhalten erhalten.
Hohe wetteinsätze und geldtransfers
Vor einem Spiel am 9. Dezember 2023 wurden allein über die Wettseite BetPlay 50 verdächtige Wetten platziert, die sich auf mindestens vier Disziplinarmaßnahmen für Macarthur FC bezogen. Die Gewinnauszahlungen beliefen sich auf mehr als 200.000 US-Dollar, wobei rund 26.500 US-Dollar in mexikanischen Pesos auf ein ausländisches Bankkonto überwiesen wurden. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass Davila selbst von den illegalen Gewinnen profitierte.
Karriereende und folgen für die beteiligten
Sowohl Davila als auch seine beiden Mitspieler wurden von Macarthur FC suspendiert, nachdem ihre Verhaftung bekannt wurde. Ihre Verträge wurden nicht verlängert. Davila hatte eine vielversprechende Karriere vorzuweisen, spielte in der mexikanischen U20-Nationalmannschaft und stand bei Chelsea unter Vertrag, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Er kam 2019 in die A-League Men zu Wellington Phoenix und gewann 2020-21 die Johnny Warren Medal als bester Spieler der Liga.
Davilas reue und die bedeutung von integrität
In einem Social-Media-Video im September äußerte Davila seine Reue und sprach von den Lektionen, die er aus dem Gerichtsprozess gelernt habe: „Akzeptanz und Widerstandsfähigkeit“. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit, die Integrität des Sports zu schützen und gegen Manipulationen vorzugehen. Die National Gambling Helpline steht unter der Nummer 1800 858 858 zur Verfügung.
