Ehc biel trennt sich von huuhtanen – import-offensive endet im play-in-desaster

Die nächste Leihspieler-Leiche in Biel: Niko Huuhtanen packt nach nur zehn Spielen und drei Punkten wieder die Koffer. Für die Seeländer ist der 22-jährige Finne bereits der dritte Ausländer, der den Play-in-Gescheiterten vorzeitig verlässt.

Ein transfer, der nie fahrt aufnahm

Im Dezember landete Huuhtanen als Notnagel für das Überzahl-Problem der Bieler – gedraftet 2021 von Tampa Bay, zuletzt in der AHL unterwegs. Er kam, er schoss zweimal, er assistierte einmal. Dann war Saison. Die Rolle des Contingent-Lückenbüßers war von Anfang an klar, doch die erhoffte Energie blieb aus. Trainer Antti Törmänen rotierte ihn schonend, doch selten entscheidend.

Hinter den Kulissen sickerte rasch durch: Intern hält man Huuhtanen für nett, aber nicht für schlagkräftig genug, um in der heißen Phase den Unterschied zu machen. Die Statistik gibt ihm recht: 0,3 Punkte pro Partie – das reicht in der National League hinten und vorne nicht.

Biel räumt auf – sallinen und lööv folgen

Biel räumt auf – sallinen und lööv folgen

Mit dem Verzicht auf Huuhtanen zieht Sportchef Martin Steinegger die Reißleine. Auch Jere Sallinen und Viktor Lööv müssen gehen. Drei Importe raus, keiner kommt rein – zumindest bislang. Die Botschaft ist eindeutig: Wer in Biel nur Füllmaterial ist, fliegt. Nach dem Play-out-Aus gegen Genf-Servette will der Club wieder Profil statt Plattitüden.

Die Kasse freut sich: Allein die Leihgebühren plus Unterkunft und Boni für die Trio-Schnellabwicklung sparen den Bielern eine mittlere sechsstellige Summe. Geld, das man in den Sommer nutzen könnte, um einen echten Top-Stürmer zu landen – falls jemand Biel nach dem Desaster noch als Top-Adresse sieht.

Für Huuhtanen heißt es nun Back to Square One. Er dürfte wieder bei Syracuse anklopfen oder in der Liiga ein Stammshirt suchen. Die Lightning schicken dabei vermutlich ein vernichtendes Scouting-Fax in die Schweiz: „Niko, viel Glück woanders.“