Ebro wagt den elektro-sturz: neues stadtmodell aus spanien
Barcelona – Ebro, der spanische Automobilhersteller, krempelt seine Strategie um und stürzt sich in den hart umkämpften Markt für Elektroautos. Das Unternehmen hat heute einen ersten Blick auf ein neues, rein elektrisches Stadtmodell gewährt, das in Spanien produziert werden soll. Ein mutiger Schachzug, der die etablierten Player herausfordern könnte.

Die basis aus china: chery qq3 als vorbild
Der Prototyp, dessen Name noch geheim ist, basiert auf dem Chery QQ3, einem in China bereits seit letztem Jahr erhältlichen Modell. Ebro übernimmt die Plattform T12 von Chery, die eine Innenraumgestaltung für fünf Personen ermöglicht. Die Entscheidung, auf chinesische Technologie zu setzen, ist pragmatisch: Sie beschleunigt die Entwicklung und hält die Kosten im Rahmen.
122 PS und bis zu 400 Kilometer Reichweite: Das Herzstück des neuen Ebro-Elektros ist ein Elektromotor mit 122 Pferdestärken, der dem Fahrzeug eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 11 Sekunden ermöglicht. Zwei Batterieoptionen stehen zur Wahl, wobei die größere Variante eine Reichweite von über 400 Kilometern verspricht – mehr als ausreichend für den urbanen Einsatz. Die Ladeleistung beträgt bis zu 11 kW im Wechselstrom.
Konkurrenten wie der BYD Dolphin Surf oder der Renault 5 E-Tech müssen sich also auf einen neuen Herausforderer einstellen. Ebro setzt dabei auf Erfahrung: Das Unternehmen ist bereits für seine Plug-in-Hybrid- und Hybridmodelle in den Segmenten SUV bekannt, mit dem S400 als Einstiegsmodell bereits ab weniger als 20.000 Euro erhältlich.
Die aktuelle Modellpalette von Ebro besteht aus drei SUV-Modellen, dem kompakten S400, dem Mittelklasse-S700 und den größeren S800 und S900. Während der S800 in Benzin- und Plug-in-Hybrid-Varianten erhältlich ist, wird der S900 ausschließlich als Plug-in-Hybrid angeboten und bietet eine kombinierte Reichweite von über 1.000 Kilometern. Das neue Elektroauto ergänzt das Portfolio und zielt auf eine jüngere, umweltbewusste Zielgruppe ab.
Die Produktion des neuen Ebro-Elektros wird in der Zona Franca von Barcelona stattfinden, was die lokale Wirtschaft unterstützt und die Bedeutung Spaniens als Automobilproduktionsstandort unterstreicht. Ob der Wagen seinen Namen behält oder einen neuen erhält, bleibt vorerst offen. Die Enthüllung des Namens und die ersten Probefahrten sind für Ende des Jahres geplant. Wir bleiben dran.
