Ea schlägt o'reilly aus dem tots-pool – die community explodiert
Die Premier-League-TOTS-Abstimmung läuft seit wenigen Stunden, doch der Shitstorm ist längst da. Grund: Nico O'Reilly, der 21-jährige Shootingstar von Manchester City, taucht überhaupt nicht auf der EA-SPORTS-Voting-Liste auf. 28 Liga-Spiele, acht Tore, sechs Assists und ein Länderspieldebüt – alles für die Katz?
Die zahlen sprechen für sich, ea nicht mit
Pep Guardiola zog den Linksfuß diese Saison durch alle Linien: mal als invertierter Außenverteidiger, mal als dynamischer Achter. Das Ergebnis: City gewann 17 der 28 Partien mit O'Reilly von der ersten Minute. In der Champions-League-Gruppenphase stand er in acht von zehn Spielen auf dem Platz. Die Expected Goals-Quote (xG) von 0,31 pro 90 Minuten übertrifft Werte von etablierten Flügelspielern wie Rashford oder Grealish. Doch stattdessen hält EA an Lewis Hall oder Reece James fest – beide verbrachten Monate in der Reha.
Die Community reagiert mit Giftspritzen statt Daumen hoch. „Criminel“ schreibt ein User unter den offiziellen Tweet, „EA versteht null von Fußball“ der nächste. Die Stimme von @CityAzurro summiert die Wut: „Ihr nehmt vier Innenverteidiger, aber keinen O'Reilly? LOL.“ Die Zahlen sind eindeutig: Innerhalb von zwei Stunden sammelte der Beitrag über 14.000 negative Reaktionen.

Matheus nunes, salah und saka – ein muster?
O'Reille ist nicht das einzige Gesicht, das fehlt. Matheus Nunes, neu positionierter Rechtsverteidiger, ebenfalls weg. Mohamed Salah fiel zwar verletzungsbedingt aus, erzielte aber trotzdem 17 Torbeteiligungen in 21 Spielen – kein Platz. Bukayo Saka lief 25-mal auf, zauberte 13 Vorlagen – auch nicht nominiert. Die Logik von EA? Offenbar Statistik plus Hype statt reine Leistung. Dabei ist genau diese Mischung, die ein TOTS ausmacht: Spieler, die sich in der Saison hochgearbeitet haben und plötzlich alles mitprägen.
City-Insider berichten, dass der Klub intern bereits ein Statement vorbereitet, um den eigenen Jungstar zu schützen. Guardiola nannte O'Reilly nach dem 3:0 gegen Newcastle „unglaublich reif für sein Alter“. Nun muss der Trainer mit ansehen, wie dessen Name in einer lächerlichen Online-Abstimmung fehlt – und stattdessen ein Marcos Senesi von Bournemouth auf der Liste steht, der gerade einmal 1.580 Minuten spielte.
Die WM rückt näher, Tuchel notiert fleißig. Für O'Reilly wäre ein virtueller TOTS-Platz kein Ticket nach Nordamerika, aber ein Symbol: Wir sehen dich, wir erkennen dich. EA hat dieses Zeichen verschenkt – und die Community vergisst das nicht. Die Kartenwerte mögen digital sein, die Enttäuschung ist real. Am Ende bleibt ein 21-Jähriger, der alles richtig macht, und ein Publisher, der alles falsch macht. Die Saison war sein Durchbruch, die Abstimmung ist sein Debakel.
