Dzeko fliegt zwei spiele raus – schalke zieht vor den dfb-bus

Edin Dzeko musste am 40. Geburtstag nicht nur Kerzen auspusten, sondern auch eine 2-Spiel-Sperre schlucken. Der DFB-Sportrichter stufte das Foul von Schalkes Starstürmer an Hannovers Husseyn Chakroun als „rohes Spiel“ ein. Die Königsblauen legen sofort Einspruch ein – und schicken sich an, die Strafe zu kippen.

Warum schalke den roten hahn als „zu scharf“ empfindet

Warum schalke den roten hahn als „zu scharf“ empfindet

Die Szene wirkt auf Video harmloser als das Urteil: 52. Minute, Chakroun dribbelt, Dzeko grätscht, trifft den Gegner mit dem Stiefel am Oberbauch. Gelb? Rot! Schiri Robin Braun zückt sofort die Ampelkarte. „Fehlendes Fingerspitzengefühl“, wettert Coach Miron Muslic. Sportvorstand Frank Baumann formuliert juristisch: „Die Gesundheit des Gegenspielers wurde nicht rücksichtslos gefährdet.

Für Schalke geht es um mehr als nur zwei Spiele ohne ihren 18-Tore-Mann. Ohne Dzeko platzte in der 88. Minute die 2:0-Führung, und die Konkurrenz aus Darmstadt und Hamburg schnuppert an der Tabellenspitze. Verliert der Klub den Einspruch, fehlt der Bosnier im Topspiel am Samstag bei Darmstadt 98 und am Ostersonntag gegen Karlsruhe.

Die Argumentationslinie der Knappen: kein gestrecktes Bein, keine Überspringbewegung, lediglich ein unglückliches Ausrutschen. Der DFB wird die Beweis-CD heute noch sichten, eine Entscheidung fällt voraussichtlich morgen. Die Quote, eine Rotsperre zu kippen, liegt längst nicht bei 50 %. Schalke riskiert, dass das Gericht die Strafe sogar erhöht.

Die Fans diskutieren bereits über eine Notlösung: Youngster Can-Boy Can aus der U21 oder doch Umstellung auf die Doppelspitze mit Terodde? Beide Optionen sind für Muslic ein Schritt zurück, weil Dzeko nicht nur Tore bringt, sondern auch die Spielgeschwindigkeit diktiert. Der Bosnier selbst schwieg nach dem Spiel, nur ein Satz fiel: „Es war kein Absicht.“ Ob das Gericht ihm glaubt, entscheidet mit über den Meisterkampf.