Durant und james schreiben nba-geschichte – ein rekord jagt den nächsten

Die Nacht war so dicht mit Historie, dass selbst der Spielplan kaum Luft blieb. Kevin Durant schob sich mit 32.294 Punkten an Michael Jordan vorbei auf Platz fünf der ewigen Scorerliste, während LeBron James in derselben Nacht Robert Parishs Bestmarke von 1.612 Regular-Season-Einsätzen auslöschte. Zwei Legenden, zwei Rekorde, ein Schlag auf den anderen – die Liga schien für Sekunden stillzustehen.

Die zahlen, die jetzt nur noch ihre eigentümer zählen

Durant brauchte 18 Jahre, drei Monate und einen Fade-away aus dem linken Corner, um Jordan zu überholen. Der Sprungwurf gegen Miami fiel mit 28 Sekunden auf der Uhr, 123-122 hieß es Sekunden später für Houston. Die Heat hatte Jimmy Butler zwar 35 Punkte geschenkt, aber Amen Thompson traf mit 0,9 Sekunden – ein Rookie beendet die Partie, ein Superstar die Warteschlange der Giganten.

LeBron dagegen spielte sich selbst aus der Geschichte heraus. Sein 1.612. Regular-Season-Spiel ist nun auch das letzte, in dem er hinter Parish liegt. „Ich habe mit 18 angefangen, nie gefehlt und immer wieder Nein gesagt“, sagte er nach dem 104-105-Sieg in Orlando. Die Lakers gewannen trotz eines 19-Punkte-Rückstands, weil Luke Kennard mit dem Buzzer einen Dreier traf, der so kalt war wie die A/C im Winterpalast.

Okc und spurs liefern sich ein remake der 90er

Okc und spurs liefern sich ein remake der 90er

Shai Gilgeous-Alexander warf 40 Punkte, OKC gewann zum elften Mal hintereinander. Die Thunder sind jung, schnell und haben eine Defense, die an die Spurs-Blutsbande erinnert. San Antonio selbst schlug Indiana 134-119, Victor Wembanyama ließ Myles Turner wie einen übereifrigen Schatten aussehen. Die Western Conference verwandelt sich in ein Schachbrett, auf dem die Zukunft schon jetzt die Vergangenheit schlägt.

In Dallas trug Darius Garland 41 Punkte und 11 Assists auf, als hätte er Luka Dončićs Schuhe ausgeliehen. Die Clippers gewannen 138-131 nach Verlängerung, aber die Mavs verloren mehr als nur zwei Punkte – sie verloren Kyrie Irving mit einer Oberschenkelprellung. Die Playoffs rücken näher, die Krankenliste wächst, die Nerven liegen blank.

Milwaukee bremt Phoenix, Utah verabschiedet sich von der PostseasonDie Bucks besiegten die Suns 108-105, Giannis Antetokounmpo postete 33 Punkte und 14 Rebounds. Phoenix hingegen rutscht auf Platz neun ab, ein halbes Spiel hinter den Warriors. Utah verlor gegen Philadelphia 116-126 und ist damit offiziell aus dem Playoff-Rennen. Die Jazz sahen schon im Februar wie ein Geisterschiff aus, jetzt sinkt es endgültig.

Die Nacht war nicht nur historisch, sie war ein Vorgeschmack auf April und Mai. Durant und Jordan, James und Parish – die Namen wechseln, die Legenden bleiben. Die NBA schreibt weiter, aber manchmal muss man nur die Augen schließen und lauschen: Das Klackern der Statistiken klingt wie ein Herzschlag, der nie aufhört.