Dujshebaev zieht bilanz: frankreichs handball-neuanfang mit sieg und remis

Talant Dujshebaev hat seine Mission als neuer Coach der französischen Handball-Nationalmannschaft gestartet – und die Bilanz nach dem ersten Lehrgang liest sich wie ein Krimi mit Happy-End. Sieg gegen Spanien, Remis in Ciudad Real, dazwischen Emotionen pur.

Ein trainer, zwei länder, drei tore unterschied

Im ersten Duell in Le Mans war die Equipe Tricolore noch die klarere Mannschaft. 29:26 hieß es am Ende gegen Spanien, den Gegner, der für Dujshebaev mehr ist als nur ein Testspielgegner. 158 Länderspiele bestrichen die „Hispanos“ mit ihm, 569 Tore warf der 57-Jährige selbst. Nun stand er an der Seitenlinie – in blau-weiß-rot.

Die Spanier antworteten drei Tage später in Ciudad Real mit einer furiosen ersten Hälfte, führten zur Pause mit 14:13, bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel sogar auf drei Tore aus. Doch Frankreich kam zurück, ein 25:25 war die logische Konsequenz aus einem offenen Schlagabtausch.

„Die zeit wird unser bester verbündeter sein“

„Die zeit wird unser bester verbündeter sein“

Dujshebaev selbst zeigte sich nach dem Remis gelassen. „Das Wichtigste war, dass heute alle spielen konnten“, sagte er. Der Coach, der parallel weiterhin bei Kielce an der Seitenlinie steht, betonte die Kurzfristigkeit der Zusammenarbeit. „Je mehr Zeit vergeht, desto mehr werden wir uns verbessern.“

Die Kritik an seiner Doppelbelastung und an der Entscheidung des Französischen Handball-Bundes, einen externen Coach zu holen, wischt er beiseite. Stattdessen spricht er von „sehr guten Gefühlen“ und von „großem Potenzial“, das er in dieser Woche gesehen habe.

Frankreich hat einen neuen Chef, Spanien einen alten Bekannten als Gegner – und die Handball-Welt bekommt ein Duell, das bereits jetzt für Spannung sorgt. Die nächsten Kapitel des Dujshebaev-Kapitels stehen noch aus, der Auftakt ist geschrieben: ein Sieg, ein Remis, ein Trainer, der weiß, dass er erst am Anfang steht.