Ducati blickt nach 2027: prototyp des neuen reglements auf der strecke!
Borgo Panigale schlägt Alarm – und zwar schon jetzt. Während die MotoGP-Welt sich noch im harten Kampf um die Spitze der aktuellen Saison befindet, arbeitet Ducati fieberhaft an der Zukunft. Am Misano World Circuit Marco Simoncelli wurde bereits ein erster Prototyp für die revolutionären Regeln von 2027 getestet – ein klares Signal an die Konkurrenz.

Der 850er-motor: ein erster schritt in die zukunft
Michele Pirro, der unermüdliche Testfahrer, übernahm die Aufgabe, den neuen 850er-Motor auf Herz und Nieren zu prüfen. Diese Maschine markiert den Beginn einer neuen Ära in der MotoGP, in der die Hubraumreduzierung eine zentrale Rolle spielt. Ducati war damit das letzte große Schwergewicht, das sich zu diesem Test gemeldet hat, nachdem bereits KTM, Honda und Yamaha ihre eigenen Prototypen auf die Strecke gebracht haben.
Ein radikaler Wandel: Weniger Elektronik, mehr Fahrer Der Shakedown in Misano war mehr als nur ein Motortest. Es war eine Demonstration der neuen Philosophie der MotoGP. Der Prototyp verzichtet auf umstrittene Helferlein wie den Holeshot-Gerät und präsentiert eine deutlich reduzierte Aerodynamik. Die neuen Regeln von 2027 schreiben weniger technische Spielereien und mehr Können vom Fahrer vor. Das bedeutet: Weniger Elektronik, weniger Gewicht und ein stärkerer Fokus auf das reine Fahrgefühl.
Die Ingenieure in Borgo Panigale arbeiten mit chirurgischer Präzision an dem neuen Projekt. Pirros Testfahrten am Montag und Dienstag waren primär als technische Abnahme gedacht, nicht als Suche nach Bestzeiten. Es ging darum, die Integrität des Prototyps zu überprüfen und eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung zu schaffen. Nicolò Bulega wird in einigen Wochen die Leitung übernehmen und den 'GP27' an die Pirelli-Reifen anpassen – ein entscheidender Schritt, um die Grenzen der neuen Maschine auszuloten.
Während Ducati seine Ambitionen unterstreicht, herrscht in anderen Teilen des Paddock Stille. Aprilia, der überraschende Saisonfavorit mit Marco Bezzecchi am Steuer, ist bislang der einzige Hersteller, der seinen 850er-Prototypen noch nicht auf die Strecke gebracht hat. Die Entscheidung von Massimo Rivola und seinem Team, sich vorerst auf den aktuellen Erfolg zu konzentrieren, wirft Fragen auf. Der Motor hat zwar bereits im Prüfstand seine Kraft entfaltet, aber der Weg zum Asphalt bleibt noch offen.
Die Konzentration auf das
