Dttb schickt starkes aufgebot zur tischtennis-wm in london
London, 28. April bis 10. Mai: Die Tischtennis-Welt trifft sich genau dort, wo vor 100 Jahren alles begann. Und Deutschland reist mit einem Kader an, der es mit der Weltspitze aufnehmen kann.
Kaufmann, winter und ein rückhand-belag, der die elite nervt
Der Deutsche Tischtennisbund hat sein Aufgebot für die Team-WM bekanntgegeben, und die Auswahl lässt aufhorchen. Bei den Frauen führt Annett Kaufmann das Team an, das Shootingstar der deutschen Szene, das in den vergangenen Monaten eine Entwicklung hingelegt hat, die selbst erfahrene Beobachter überrascht. Neben ihr stehen Sabine Winter, Ying Han, Nina Mittelham und Yuan Wan im Kader.
Winter verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Die Weltranglisten-Zwölfte hat sich mit ihrem Antispin-Belag auf der Rückhand zu einem echten Störfaktor für die Weltklasse entwickelt. Kein Komfort, kein Rhythmus, kein Durchatmen für die Gegnerinnen. Das ist keine Spielerei, das ist System.

Bei den männern: weltklasse-dichte, die kaum ein anderes land bieten kann
Das Männerteam liest sich wie ein Who-is-Who des deutschen Tischtennis. Dang Qiu auf Weltranglistenplatz 11, Benedikt Duda auf Platz 12, Patrick Franziska auf 18 — drei Spieler unter den besten Zwanzig der Welt in einem einzigen Nationalkader. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Dazu kommt Dimitrij Ovtcharov, zweifacher Olympiadritter und eine Persönlichkeit, die große Turniere kennt wie kaum ein anderer. Und dann ist da noch Andre Bertelsmeier, 20 Jahre alt, hungrig, mit dem Selbstvertrauen einer Generation, die keine Ehrfurcht vor großen Namen kennt.
DTTB-Sportvorstand Richard Prause betonte, die Benennung sei mit großer Einmütigkeit erfolgt, nach sorgfältiger Abwägung aller Varianten. Kein Zögern, kein Kompromiss. Wer London erreichen will, muss durch dieses Team.
