Dresden zerlegt münster mit 6:0 und schreibt geschichte im abstiegskampf
Dynamo Dresden hat dem Abstiegskampf eine neue Richtung gegeben – mit einem furiosen 6:0-Kantersieg gegen Preußen Münster, der nicht nur drei Punkte bedeutet, sondern auch den höchsten Zweitliga-Sieg der Vereinsgeschichte.
Der Blick von Thomas Stamm nach dem Abpfiff sagte mehr als tausend Worte: Erleichterung, Stolz, aber auch das Gefühl, dass seine Mannschaft endlich die Antwort auf die Krise gefunden hat. Nach dem 2:0 zuletzt gegen Hannover folgte nun ein Spiel, das in die Annalen eingeht.
Doppelpacker bobzien und hauptmann lassen münster alt aussehen
Ben Bobzien traf zweimal innerhalb von vier Minuten (14./18.), Niklas Hauptmann erhöhte kurz vor der Pause auf 3:0 – und das war nur der Anfang. Nach dem Seitenwechsel legte Hauptmann nach (57.), ehe Vincent Vermeij (59.) und Jason Ceka (75.) den Rekord besiegelten. Noch nie zuvor hatte Dynamo in der 2. Liga so deutlich gewonnen, der alte Rekord war ein 5:0 gegen den VfB Stuttgart aus dem Jahr 2016.
Münster wirkte wie ein Team, das den Rasen betreten hatte, ohne zu wissen, warum es überhaupt spielt. Die Gäste hatten 34 Prozent Ballbesitz, gewannen nur 32 Prozent der Zweikämpfe und kassierten ihre höchste Saisonniederlage. Alexander Ende stand auf der Bank wie versteinert, seine Mannschaft war von der ersten Minute an chancenlos.

Dresden steigt auf platz zwölf – münster rutscht in die relegation
Mit nun 33 Punkten hat Dresden drei Zähler Vorsprung auf Münster und die Relegationsplätze. Die Tabelle lügt nicht: Wer in der Rückrunde zwei Heimsiege in Folge holt, hat das Schicksal selbst in der Hand. „Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind zu kämpfen“, sagte Stamm nach dem Spiel. „Aber das war erst der Anfang.“
Die Zahlen sind eindeutig: Dresden erzielte 23 Torschüsse, traf sechsmal – eine Effizienz, die in dieser Saison selten war. Bobzien war mit fünf Torschüssen der aktivste Spieler auf dem Platz, Hauptmann lief 11,3 Kilometer – mehr als jeder andere. Münster hingegen kam auf nur zwei Torschüsse im zweiten Durchgang, beide in der 77. Minute, als das Spiel längst entschieden war.
Die Fans auf der Südtribüne sangen „Wir sind wieder wer“ – und das war kein Spruch, sondern eine Feststellung. Dresden hat nicht nur gewonnen, sondern auch ein Statement abgegeben. Die Liga sollte sich warm anziehen.
