Drama in murcia: paok schnuppert am finale, verpasst es dann doch!
Ein Herzschlagfinale in Murcia! Der UCAM Murcia hat PAOK Thessaloniki zwar bezwungen, doch die Chance auf das erste europäische Finale in der Vereinsgeschichte ist knapp vergeben. Nach einem dramatischen Spielverlauf, der von individuellen Höchstleistungen und bitteren Fehlern geprägt war, musste sich das Team am Ende knapp geschlagen geben – und PAOK zieht ins Finale gegen Surne Bilbao ein, genau wie im Vorjahr.
Personelle engpässe lasten auf den murcianos
Die Situation wurde vor dem Spiel nicht einfacher: Bereits vor dem Hinspiel fehlte Sander Raieste, und nun musste sich auch Dylan Ennis angeschlagen zurückziehen. Ein herber Schlag für Sito Alonso, der nun auf einen veränderten Kader und taktische Anpassungen bauen musste. Die Abwesenheiten wirkten sich spürbar auf das Spiel aus, obwohl die Mannschaft großen Kampfgeist zeigte.

De julius glänzt, paok kontert mit tyree
Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, beide Teams tasteten sich ab. Doch dann erwachte David De Julius zum Leben. Der Guard führte seine Mannschaft mit großartigen Aktionen zum Zwischenstand von 47:40 zur Pause. Es schien, als könnte UCAM das Ruder herumreißen. Doch PAOK war noch nicht geschlagen. Im dritten Viertel glich Tyree das Spiel aus und brachte PAOK zurück ins Rennen. Das Ergebnis: 63:60 für Murcia. Es wurde klar: Dies wird ein Kampf bis zum Schluss.

Ein dramatischer schlussabschnitt
Der letzte Abschnitt begann alles andere als vielversprechend für Murcia. Ein 0:7-Lauf der Griechen brachte PAOK in Führung. Doch dann zeigte De Julius eine Leistung für die Geschichtsbücher. Der Base legte 17 Punkte in Folge und brachte seine Mannschaft vor – ein Moment der Hoffnung! Doch PAOK konterte mit einem Dreier von Melvin, der die Partie wieder eiskalt machte. Die griechische Mannschaft dominierte zudem die Rebounds und nutzte zweite Chancen geschickt aus.

Rebounds, freiwürfe und ein verpasster dreier entscheiden das spiel
Die Spannung war kaum auszuhalten. Murcia kämpfte bis zum Schluss. De Julius, der am Ende mit 41 Punkten brillierte, gelang ein weiterer Dreier, der noch einmal Hoffnung schöpfte. Doch dann kam die bittere Realität: Ein Foul an Sant-Roos bedeutete drei Freiwürfe. Der erste Versuch scheiterte, der zweite gelang. Der letzte Wurf verfehlte jedoch das Ziel. PAOK gewann mit 89:85 und fährt ins Finale – ein schmerzlicher Rückschlag für Murcia.
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: David De Julius erzielte 41 Punkte für Murcia, während Breein Tyree mit 29 Punkten der beste Scorer für PAOK war. Die griechische Mannschaft kontrollierte die Rebounds und nutzte die zweiten Wurfchancen effektiver aus.
Für den UCAM Murcia bedeutet dies das Ende eines Traumlaufs in der FIBA Europe Cup. Das Team muss sich nun auf die kommenden Herausforderungen in der spanischen Liga konzentrieren. Die Fans in Murcia sind enttäuscht, aber sie können stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft sein, die bis zum Schluss gekämpft hat. Ein bitteres Ende für einen Verein, der sein 40-jähriges Bestehen mit einem Titel krönen wollte.
