Draisaitl kontert spott und blickt optimistisch auf olympia-viertelfinale

Unbeeindruckt von tkachuks sticheleien

Leon Draisaitl zeigte sich völlig unberührt von den spöttischen Kommentaren von Matthew Tkachuk während der Olympischen Spiele. Nach der 5:1-Niederlage Deutschlands gegen die USA hatte sich Tkachuk über Draisaitl lustig gemacht. Draisaitl konterte gelassen: „Das ist sein Spiel. Das kann er seiner Meinung nach ja ganz gut.“ Er betonte, dass solche Aussagen zum Sport gehören und in den Medien oft übertrieben dargestellt werden. Für ihn persönlich habe es keine große Wirkung.

Erfahrungen aus den stanley cup-finals

Erfahrungen aus den stanley cup-finals

Draisaitl sprach auch über die schmerzhaften Finalniederlagen mit den Edmonton Oilersgegen die Florida Panthers im Kampf um den Stanley Cup. „Die zwei Finalniederlagen im Stanley Cup schmerzen natürlich enorm. Es ist schon anstrengend, sich für die neue Saison wieder aufzupäppeln und wieder anzugreifen“, gab er zu. Er betonte jedoch, dass man aus solchen Niederlagen lernt – über sich selbst, das Team und die individuellen Stärken der Mitspieler.

Begeisterung der deutschen fans

Besonders hob Draisaitl die Unterstützung der deutschen Fans hervor. „Für mich ist es etwas sehr Besonderes, die deutschen Fans in den Stadien zu sehen, das ist so viel anders als in der NHL“, erklärte er. Die Begeisterung und das Jubeln der Fans seien außergewöhnlich und machten ihm „ungfassbar viel Spaß“.

Verantwortung als nhl-star

Als NHL-Superstar sieht Draisaitl seine Rolle als Herausforderung und Privileg zugleich. Er sei sich der Verantwortung bewusst und freue sich, wenn junge Fans zu ihm aufschauen. „Es freut mich, wenn die Kids zu mir aufschauen, ich nehme die Anerkennung mit viel Stolz auf“, sagte er. Er gestehe aber auch ein, dass ihn die Emotionen manchmal überwältigen können.

Kein übermut – teamgeist zählt

Vor dem Turnier wurde das deutsche Team mit sieben NHL-Stars als potentiell bestes der Geschichte gehandelt. Draisaitl mahnte jedoch zur Bescheidenheit: „Man muss da ein bisschen die Bremse reinhauen.“ Er betonte, dass Talent allein nicht ausreicht, und dass nur als Team der Erfolg möglich sei. Einzelspieler könnten „vielleicht am Ende“ den Unterschied machen.

Blick auf das viertelfinale gegen frankreich

Das entscheidende Phase des Turniers habe erst jetzt begonnen, und er habe große Hoffnung. Deutschland trifft heute im Playoff-Viertelfinale auf Frankreich (12.10 Uhr). Draisaitl wünscht sich die Unterstützung des gesamten Landes: „Ich würde mir wünschen, dass das ganze Land hinter uns steht, wenn jetzt die wirklich wichtigen Spiele anfangen. Da kann man ganz schnell als komplette Nation zusammenkommen.“ Er zog einen Vergleich zur Fußball-WM und großen Turnieren und wünscht sich eine ähnliche Stimmung.

Spannung und erwartungen

Draisaitl ist sich der Bedeutung der kommenden Spiele bewusst und blickt optimistisch in die Zukunft. Er ist überzeugt, dass das Team alles geben wird, um erfolgreich zu sein, und hofft auf die Unterstützung der Fans. Die Spiele werden zeigen, ob das deutsche Eishockey-Team den hohen Erwartungen gerecht werden kann.