Draisaitl fällt aus – oilers bangen um playoff-traum
Die Edmonton Oilers wachen auf und merken: Ihr Herzstück fehlt. Leon Draisaitl zog sich beim 3:1 gegen Nashville eine Unterkörper-Verletzung zu, verließ das Eis nach 3:12 Minuten und kehrte nicht zurück. Seitdem herrscht Schweigen – und das lauteste Fragezeickten der Saison.

Knoblauch zieht notbremse: „wir wollen es nicht verschlimmern“
Trainer Kris Knoblauch redete nach dem Spiel lieber vage als falsch. „Ein, zwei Spiele, vielleicht mehr“ – mehr Details gibt es nicht, weil es sie schlichtweg noch nicht gibt. Die medizinische Abteilung sammelt bis zum MRT alle Daten, der Star selbst soll Ruhe bekommen. Die Botschaft ist klar: lieber ein Spieler zu viel pausieren als eine Hoffnung riskieren.
Die Oilers stehen auf einem der letzten Playoff-Plätze im Westen, der Vorsprung auf die Verfolger misst gerade einmal zwei Zähler. Drei Partien in den nächsten sechs Tagen – San Jose, Florida, Tampa – drohen zur Zerreißprobe zu werden. Ohne Draisaitl fehlen nicht nur 75 Punkte, sondern der Puls des Powerplays, der erste Pass auf McDavid, die Kaltstart-Sicherheit. Die Franchise hat in den letzten zehn Jahren kein einziges Playoff-Spiel ohne ihren deutschen Topscorer gewonnen.
Die Uhr tickt. Die Liga fragt, die Fans rätseln, die Gegner wittern ihre Chance. Draisaitl selbst schweigt auf Social Media – was bei ihm selten ein gutes Zeichen ist. Wenn er am Sonntag gegen Tampa nicht aufläuft, dürfte der Rest der Saison zur Nervenprobe werden. Die Oilers haben die große Grafik studiert, wie Knoblauch sagt. Jetzt zählt nur noch die kleine: wie viele Beine, Rippen, Siege übrigbleiben, bis der Deutsche zurückkommt.
