Doué: der neue shootingstar, der mbappé in den schatten stellt?
Paris. Ein Name, der im Champions-League-Frühling plötzlich für Furore sorgt: Désiré Doué. Der französische U21-Nationalspieler stürmte beim 2:0-Sieg des Paris Saint-Germain gegen Liverpool nicht nur in die Herzen der Fans, sondern auch in die Notizblöcke der Experten. Mit seinem fulminanten Premier-League-Tor hat er nicht nur gezeigt, was er kann, sondern auch Kylian Mbappé herausgefordert – ein Mann, der für französische Offensivpower quasi synonym ist.

Ein tor, das mehr als nur drei punkte wert ist
Doués Treffer war mehr als nur ein glücklicher Zufall. Der Ball, der von Dembélé angespielt, über Wirtz und Frimpong verlängert und schließlich an Mamardashvili vorbei ins Netz zappelte, zeugte von Technik, Übersicht und einem unbändigen Willen. Es war sein fünftes Tor in der Champions-League-Saison und gleicht bereits seinen Wert aus der Vorsaison. Doch der eigentliche Knaller: Mit 20 Jahren und 309 Tagen ist Doué nun einer der jüngsten Spieler, der in direkten K.O.-Spielen der Champions League so viele Tore erzielt hat – und teilt sich diesen Rekord mit niemand geringerem als Kylian Mbappé.
Die Zahlen lügen nicht: In 32 Spielen für PSG in dieser Saison erzielte Doué bereits 11 Tore und bereitete sieben weitere vor. Eine beeindruckende Bilanz, die Luis Enrique, den Trainer des PSG, nicht überrascht. „Alle Spieler haben ihre Qualitäten bewiesen. Es gibt Höhen und Tiefen in einer Saison, aber wir kennen seine Mentalität“, so der Spanier.
Doch was macht Doué so besonders? Sein Ex-Trainer Julien Stéphan vom Rennes weiß die Antwort: „Désiré hat alles, was man sich von einem Weltklassespieler wünscht – Technik, Physis und mentaler Stärke. Er ist ein sehr vielseitiger Spieler und sollte diese Qualität pflegen. Es wäre ein Fehler, ihn in eine Schublade zu stecken.“
Und da ist noch ein weiterer faszinierender Fakt: Seit Doué für PSG spielt, hat das Team noch nie ein Spiel verloren, in dem er traf. Eine bemerkenswerte Serie, die ihm den Status eines wahren Talismans verleiht. Nun liegt es an Didier Deschamps, dem französischen Nationaltrainer, zu entscheiden, wie er diese Offensivpower in sein Team integriert. Eine leichte Entscheidung wird es nicht, denn Doué hat gezeigt, dass er nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein Spielgestalter ist.
Die Frage ist nicht, ob Doué Mbappé überholen wird, sondern wann. Denn eines ist klar: Dieser junge Mann hat das Potenzial, die französische Fußballszene nachhaltig zu prägen und die Welt im Sturm zu erobern.
