Doping-sperre für diribe welteji: silbermedaille aberkannt

Schock für die leichtathletik: äthiopische mittelstreckenläuferin gesperrt

Die äthiopische Mittelstreckenläuferin Diribe Welteji (23) ist vom Internationalen Sportgerichtshof CAS für zwei Jahre wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen gesperrt worden. Die Entscheidung, die große Konsequenzen für die Sportkarriere der Athletin hat, wurde heute bekannt gegeben. Die Sperre gilt rückwirkend vom 8. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2027.

Die anklage: verweigerte trainingskontrolle

Die anklage: verweigerte trainingskontrolle

Im Kern des Falls steht die Verweigerung einer unangekündigten Trainingskontrolle im Februar 2025. Die Athletics Integrity Unit (AIU), die Unabhängige Integritätsstelle der World Athletics, hatte ursprünglich eine Sperre von vier Jahren gefordert. Die nationale Anti-Doping-Agentur Äthiopiens hatte Welteji beschuldigt, die Kontrolle ohne triftigen Grund abgelehnt zu haben. Dies stellt einen klaren Verstoß gegen die Anti-Doping-Regularien dar.

Cas-urteil: fahrlässigkeit statt vorsatz

Nach einer Anhörung im August 2025 wurde Welteji zunächst freigesprochen, doch der CAS hob diese Entscheidung im September 2025 wieder auf und suspendierte sie vorläufig. Das endgültige Urteil begründet der CAS damit, dass Welteji keine überzeugende Erklärung für die verweigerte Probenabgabe liefern konnte. Ihr Handeln wurde zwar nicht als vorsätzlich, aber als fahrlässig bewertet.

Sportliche konsequenzen: medaillen und bestzeiten gestrichen

Die Sperre hat gravierende Auswirkungen auf Weltejis sportliche Erfolge. Alle Ergebnisse der Athletin seit dem 25. Februar 2025 werden annulliert. Dazu gehört vor allem ihre Silbermedaille bei den Hallen-Weltmeisterschaften 2025 in Nanjing. Ebenso wird ihre persönliche Bestzeit über 1.500 Meter von 3:51,44 Minuten, aufgestellt am 5. Juli 2025 in Eugene, aus den offiziellen Ergebnislisten gestrichen.

Weltejis bisherige erfolge und die auswirkungen der sperre

Vor ihrer Silbermedaille bei der Hallen-WM hatte Welteji bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris über 1.500 Meter den vierten Platz belegt. Die Sperre verhindert ihre Teilnahme an Wettkämpfen bis zum 30. Juni 2027 und beeinträchtigt ihre Entwicklung und ihre Chancen auf zukünftige Medaillen erheblich. Es ist ein herber Rückschlag für die junge Athletin.

Aiu-reaktion und weitere schritte

Die AIU begrüßte die Entscheidung des CAS als wichtigen Schritt im Kampf gegen Doping. Die Integrität des Sports müsse geschützt werden, und Athleten, die gegen die Regeln verstoßen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es bleibt abzuwarten, ob Welteji gegen das Urteil Berufung einlegen wird. Die Welt der Leichtathletik ist erschüttert, und dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit strenger Kontrollen und Konsequenzen im Dopingkampf.