Donnarumma bricht das schweigen: tränen und entschuldigung nach wm-fiasko
Das italienische Fußballteam hat eine schmerzhafte Lektion gelernt: Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 ist verpasst. Nach dem dramatischen Ausscheiden gegen Bosnien und Herzegowina im Elfmeterschießen spricht nun Gianluigi Donnarumma, der Kapitän der Nationalmannschaft, über die Enttäuschung und die Verantwortung, die er als Torwart trägt.

Die ersten tage waren die hölle
Die Niederlage gegen Bosnien hat tiefe Wunden in der italienischen Fußballgemeinschaft hinterlassen. Für Gianluigi Donnarumma waren die ersten Tage nach dem Spiel besonders schwer. "Es war hart, sehr hart“, gestand der Torhüter von Manchester City in einem Interview mit Sky Sport. „Wie für alle Italiener, die wie ich und das ganze Team so sehr zurück zur WM wollten.“ Die Bilder von Donnarumma, wie er nach dem Spiel sichtlich bewegt war, gingen um die Welt und spiegelten die kollektive Enttäuschung wider.
Doch Donnarumma blickt nach vorne. "Es hat eine Weile gedauert, bis ich es verarbeiten konnte, aber wir müssen neu anfangen, weitermachen und reagieren“, erklärte er. Die kommenden Wettbewerbe, wie die Europameisterschaft, bieten die Chance, sich zu rehabilitieren und den italienischen Fußball zurück in die Erfolgsspur zu bringen. Es sei normal, sich für das Geschehene verantwortlich zu fühlen, so Donnarumma, „aber wir müssen weitermachen.“
Ein weiterer Punkt, der in den Medien diskutiert wurde, war die Frage nach möglichen Bonuszahlungen für die Spieler. Donnarumma widersprach diesen Gerüchten entschieden. "Ich habe nie Geld für die WM verlangt“, betonte er. „Unser Geschenk war, zur WM zu fahren, aber das hat leider nicht geklappt. Niemand hat etwas von der Fédération gefordert.“ Er fügte hinzu, dass die Leistungen der Nationalmannschaft immer ein Geschenk für die Spieler seien, aber es sei niemals eine finanzielle Forderung gewesen.
Die italienische Nationalmannschaft hat in der Vergangenheit Großes erreicht, von der gewonnenen Europameisterschaft bis zum Rekord an aufeinanderfolgenden Siegen. Donnarumma appellierte an die Fans, diese Erfolge nicht zu vergessen. „Wir müssen reagieren, es ist schwer, aber wir müssen mit Kraft weitermachen.“ Die Vergangenheit darf nicht zum Hindernis werden, sondern muss als Motivation dienen, die Zukunft neu zu gestalten.
Die nächsten vier Jahre bis zur nächsten Weltmeisterschaft bieten die Möglichkeit, sich neu zu fokussieren und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Die Augen sind nun auf die kommenden Turniere gerichtet, in denen Italien beweisen muss, dass die Enttäuschung von Bosnien nur ein vorübergehender Rückschlag war. Denn eines ist klar: Der italienische Fußball hat noch nicht alle Titel gewonnen, die er verdient.
