Doku wird vater – wm-debatte verpufft!

Vancouver – Jérémy Doku, der Shootingstar der belgischen Nationalmannschaft, ist Vater geworden. Die Geburt seines Sohnes, die kurz vor dem entscheidenden WM-Spiel gegen Neuseeland erfolgte, hat die Debatte um seinen Einsatz abrupt beendet. Während es in den letzten Tagen hitzige Diskussionen und sogar Kritik an seiner Entscheidung gab, steht für den jungen Star nun die Familie im Vordergrund.

Ein moment der freude inmitten des turniergeschehens

Ein moment der freude inmitten des turniergeschehens

Der 24-Jährige reiste umgehend nach London, um seine Partnerin bei der Geburt ihres ersten Kindes, Praise, zu unterstützen. Der belgische Verband bestätigte am Montagabend die Ankunft des kleinen Sohnes und erklärte, Doku werde voraussichtlich am Dienstag wieder zum Team stoßen, um sich auf das letzte Vorrundenspiel vorzubereiten. Ein Foto der stolzen Eltern wurde auf Instagram geteilt, begleitet von den Worten: „Herzlichen Glückwunsch an Jérémy Doku und seine Familie zur Geburt ihres ersten Sohnes Praise.“

Die Entscheidung des jungen Außenstürmers, kurz vor einem wichtigen Spiel bei seiner Frau zu sein, hatte jedoch für Kontroversen gesorgt. Insbesondere die Äußerungen der französischen Journalistin France Pierron lösten Empörung aus. Sie bezeichnete die Geburt als einen „widerlichen Moment“, in dem der Vater eine „nutzlose Statistenrolle“ einnehme. Diese Worte trafen einen Nerv und führten zu einer öffentlichen Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Spitzensport.

L’Équipe distanziert sich – der TV-Sender, für den Pierron tätig ist – distanzierte sich umgehend von den Äußerungen und entschuldigte sich sowohl bei Doku als auch beim Publikum. Die Aussagen entsprächen „nicht den Werten der Gruppe“ und seien inakzeptabel. Diese schnelle Reaktion zeigte, dass auch die Medien die Bedeutung des Respekts und der Sensibilität in solchen Situationen erkennen.

Nadiem Amiri, deutscher Nationalspieler und zweifacher Vater, zeigte Verständnis für Doku. „Ich verstehe überhaupt nicht, dass er kritisiert wird. Alle Väter wissen, was das für ein besonderer Moment ist. Das ist sehr intensiv, da braucht seine Frau ihn auch“, erklärte Amiri im DFB-Quartier. Seine Worte spiegeln die allgemeine Meinung wider, dass die Geburt eines Kindes eine Priorität hat, die über sportliche Ambitionen hinausgeht.

Ob Doku mit Belgien die K.o.-Runde der WM erreichen kann, entscheidet sich am kommenden Samstag gegen Neuseeland. Doch eines ist sicher: Der kleine Praise hat die Herzen der belgischen Fans erobert und die Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Karriere in den Hintergrund gedrängt. Die Freude über die Geburt überstrahlt jede sportliche Spekulation.