Djokovic-aus bei french open: becker sieht wimbledon-titel!
Paris – Novak Djokovic hat die French Open in einem dramatischen Fünfsatz-Krimi gegen den jungen João Fonseca verloren und seine Zukunft im Sandplatz-Tennis offen gelassen. Der 39-Jährige wich Fragen nach seiner weiteren Karriere aus, was den Spekulationen um eine mögliche Abschiedstournee zusätzlichen Nährboden gab. Doch Boris Becker, Eurosport-Experte und ehemaliger Coach des Serben, hält fest: Djokovic hat noch ein Ass im Ärmel – Wimbledon.
Die unsicherheit nach dem kampf
Die kurze Antwort Djokovics auf die Frage, ob wir ihn jemals wieder in Roland Garros sehen werden, hallte im Publikum nach: „Ich weiß es nicht.“ Nach fast fünf Stunden auf dem Court, einem körperlich anstrengenden Match gegen einen um 20 Jahre jüngeren Gegner, ist eine klare Aussage verständlich. Fonseca, dessen Spielweise Djokovic sichtlich zu schaffen machte, nutzte seine Jugend und Frische aus, um den Rekord-Champion zu überraschen und schließlich zu besiegen.
Doch während Djokovic sich noch mit dem verlorenen Match auseinandersetzt, sieht Becker bereits weiter. „Eine unglaubliche kämpferische Leistung von Novak – mit 39 Jahren gegen seinen 20 Jahre jüngeren Herausforderer. João könnte sein Sohn sein“, lobte der dreifache Wimbledon-Champion. Die Matchfitness, die Djokovic vor den French Open noch anzweifeln ließ, hat er in diesem epischen Duell zweifelsfrei bewiesen.

Wimbledon als nächstes ziel
Becker ist überzeugt: Wimbledon bietet Djokovic die nächste Chance auf einen Grand-Slam-Titel. „Der Rasenklassiker ist nicht ganz so anstrengend und kommt Djokovic entgegen“, erklärte er. Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Carlos Alcaraz und dem unerwarteten Rückschlag von Jannik Sinner, der ohne Vorbereitung an die Church Road kommen wird, haben sich die Chancen für Djokovic sogar noch verbessert. Ein Umstand, den der Serbe jedoch demonstrativ ignorierte, als er die Presse brüsk abwies: „Das ist mir egal. Da unterbreche ich dich sofort. Lass uns einfach über etwas anderes reden.“
Die French Open sind für Djokovic zwar frühzeitig beendet, doch die Aussichten für Wimbledon sind – zumindest laut Becker – alles andere als schlecht. Ob sein Körper mitspielt, ist die entscheidende Frage. Denn eines ist klar: Djokovic hat noch nicht alle Titel gewonnen, die er gewinnen kann. Er ist ein Kämpfer, ein Champion, und er wird alles daran setzen, seine beeindruckende Karriere mit einem weiteren Grand-Slam-Titel zu krönen – am liebsten auf dem heiligen Rasen von Wimbledon.
