Djokovic patzt in rom: fitness-fragen überschatten niederlage

Rom – Novak Djokovic, der sechs Malige und zwölf Malige Finalist des Masters 1.000 in Rom, erlitt eine Überraschungsmöglichkeit in der zweiten Runde und deutete nach dem Spiel öffentlich Bedenken hinsichtlich seiner körperlichen Verfassung an. Die 2:6, 7:6 (7:5), 3:6 Niederlage gegen den jungen Kroaten Dino Primzic wirft Fragen nach seinen Ambitionen für den Rest der Saison auf.

Die formkurve des weltstars: ein rätsel

„Es ist, was es ist“, erklärte Djokovic in der Pressekonferenz, der Blick verlegen. „Die Situation ist, wie sie ist, und man muss sich einfach anpassen und das Beste daraus machen.“ Diese Worte lassen vermuten, dass der Weltranglisten-Vierte mit seiner aktuellen Form nicht zufrieden ist. Er sprach von einem „Fehlstart“ und gab zu, dass er „nicht definitiv dort ist, wo er sein will, um auf höchstem Niveau zu konkurrieren und weit zu kommen.“

Besonders bitter: Djokovic konnte sich an keine Zeit in den letzten Jahren erinnern, in der er vor einem Turnier „keine Art von körperlichen oder gesundheitlichen Problemen“ hatte. Die verletzungsbedingte Pause, die ihn Miami, Monte Carlo und Madrid kostete, scheint tiefer gesessen zu haben, als zunächst angenommen. Aber es ist nicht nur die Verletzung. Es ist der fehlende Rhythmus, die fehlende Präzision im entscheidenden Moment.

Ein schwaches zweites Set ließ Djokovic selbst sprachlos zurück. „Das zweite Satz war zu vergessen, offensichtlich, so wie ich mich auf dem Platz gefühlt habe.“ Zwar verteidigte er sich mit dem Hinweis auf gute Leistungen im ersten und dritten Satz, doch der Gesamteindruck war von einer fehlenden Überzeugung geprägt.

Lob für den gegner und eine unsichere zukunft

Lob für den gegner und eine unsichere zukunft

Trotz der Enttäuschung fand Djokovic anerkennende Worte für seinen jungen Kontrahenten. „Dino ist ein großartiger Konkurrent, ein großartiger Kämpfer und ein großartiger Junge“, lobte er. „Er hat heute auf einem sehr hohen Tennisniveau gespielt. Ich habe ihm gesagt, dass sich sein Spiel verbessert hat, dass alles, was er mit seinem Team macht, funktioniert. Er sollte einfach so weitermachen.“

Die Niederlage gegen Primzic, der mit 20 Jahren einen beeindruckenden Auftritt hinlegte, bedeutet das vorzeitige Aus für Djokovic in Rom. Ein hypothetisches Finale gegen den aufstrebenden Italiener Jannik Sinner, der ohne Carlos Alcaraz als Top-Favorit antritt, wird es somit nicht geben. Ob Djokovic rechtzeitig zu den French Open in Topform auflaufen kann, bleibt abzuwarten. Die Zweifel nagen, und die Tenniswelt beobachtet gespannt, wie der Serbe seine aktuelle Krise bewältigt. Es ist ein Moment der Stärke, der zeigen wird, ob der Grand-Slam-Rekordhalter zurückkommt – oder ob eine neue Ära im Tennis beginnt.