Djokovic kämpft sich in wimbledon durch – tsitsipas im visier

Wimbledon erlebte gestern Abend einen packenden Kampf: Novak Djokovic, der 24-malige Grand-Slam-Champion, musste sich gegen den chinesischen Nachwuchsspieler Wu Yibing eine Zitterpartie in drei Sätzen leisten, um seine Titeljagd fortzusetzen. Das Match endete mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:4 – ein klares Ergebnis, das die Dramatik des Spiels kaum widerspiegelt.

Ein chinesischer herausforderer stellt den superstar auf die probe

Wu Yibing, Weltranglisten-102., bewies, dass er trotz seiner niedrigen Platzierung nicht gewillt war, Djokovic kampflos ziehen zu lassen. Er spielte mutig, variierte sein Spiel und zwang den Serben immer wieder zu ungewöhnlichen Situationen. Die Zuschauer im Centre Court wurden Zeugen eines Duells, das von Kampfgeist und Leidenschaft geprägt war. Die „Wuuuu“-Rufe, die sich über den Platz zogen, zeigten die Begeisterung für den jungen Chinesen.

Djokovic, der im vergangenen Jahr im Halbfinale gegen Jannik Sinner die Segel streichen musste, wirkte nach dem Match sichtlich erleichtert. „Es hat sich nicht nach der ersten Runde angefühlt. Er hat mich unter viel Druck gesetzt“, gestand der 39-Jährige. Die Partie offenbarte die Herausforderungen, die auf den Weltranglistensiebten in Wimbledon warten, nach einer Schulterverletzung, die ihn monatelang von der Tour ferngehalten hatte.

Vorbereitung zählt: djokovic blickt nach vorne

Vorbereitung zählt: djokovic blickt nach vorne

Im Vorfeld hatte Djokovic betont, seine Bestform in Wimbledon erreichen zu wollen. Die Partie gegen Wu Yibing zeigte, dass er auf dem richtigen Weg ist, obwohl ihm noch Luft nach oben fehlt. Er erinnerte an seine Erfahrungen in Roland Garros, wo er bereits in der dritten Runde gegen Joao Fonseca gescheitert war. „Ich glaube, ich bin hier besser vorbereitet als für Roland Garros, das sehr anspruchsvoll und kräftezehrend war“, so Djokovic.

Das Publikum, darunter auch der Rapper Bad Bunny und Fußball-Ikone David Beckham, genoss ein hochklassiges Tennisspiel. Djokovic, gekleidet in seinen obligatorischen weißen Blazer, startete zwar vielversprechend ins Match, doch Wu Yibing hielt mit und sorgte für eine ausgeglichene Begegnung. Der Serbe wird nun im Kampf gegen Stefanos Tsitsipas auf eine weitere schwere Aufgabe treffen. Die Frage ist, ob er seine Kräfte für die entscheidenden Runden sparen kann. Denn der Weg zum achten Wimbledon-Titel und dem Ausgleich mit Roger Federer ist noch lang und steinig.