Djokovic kämpft sich durch: royer nächste hürde in paris
Paris bebte, als Novak Djokovic in der Nachtsession der French Open einen hart umkämpften Sieg gegen den französischen Lokalmatador Giovanni Mpetshi Perricard errang. Der 39-jährige Serbe, der sich sichtlich angestrengt schien, benötigte fast drei Stunden, um den 22-jährigen Perricard mit 5:7, 7:5, 6:1, 6:4 vom Platz zu schicken. Nun trifft Djokovic auf Valentin Royer – ein weiterer Franzose steht ihm im Weg.

Ein holpriger start und die unterstützung der fans
Der Beginn des Matches war alles andere als ein Spaziergang für den Grand-Slam-Rekordgewinner. Mpetshi Perricard, von einer enthusiastischen Zuschauermenge beflügelt, nutzte die anfängliche Nervosität Djokovics aus und ging in Führung. Doch der Weltranglistenvierte biss sich zurück ins Spiel, zeigte seine unbändige Willenskraft und ließ sich nicht von der Atmosphäre im Court Philippe-Chatrier entmutigen.
„Ich finde es richtig, dass er Paris spielt. Durchs Spielen kommt man wieder zurück“, kommentierte Deutschlands Tennisikone Boris Becker im Eurosport-Programm. Becker, der Djokovic jahrelang trainiert hat, deutete an, dass Djokovic möglicherweise bereits einen Blick auf die Rasensaison und Wimbledon wirft, wo er traditionell seine größten Erfolge feiert.
Djokovic hat bereits dreimal in Paris triumphiert und 2024 auf der Anlage von Roland Garros sogar Olympiagold gewonnen. Seitdem blieb ihm jedoch ein großer Titel verwehrt. Angesichts seines Alters konzentriert sich der Serbe zunehmend auf ausgewählte Highlights im Jahr, und das Match gegen Mpetshi Perricard war bereits sein elftes 2026 – sieben davon fanden in Melbourne bei den Australian Open statt, wo er bis ins Finale vordrang.
Die Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz hat Djokovic in Paris in Position drei gerückt. Ein mögliches Halbfinale könnte ein Duell mit Deutschlands Topspieler Alexander Zverev werden, den er im Vorjahr bereits deutlich bezwingen konnte. Zverev selbst zeigte eine beeindruckende Leistung und setzte sich glatt in drei Sätzen gegen Benjamin Bonzi durch.
Taylor Fritz, der Zverev in den letzten sechs Begegnungen stets die Oberhand behalten hatte, muss sich hingegen einer Überraschung stellen. Der US-Amerikaner unterlag seinem Landsmann Nishesh Basavareddy in einem unerwarteten Ergebnis. Die French Open zeigen einmal mehr, dass in der Welt des Tennis nichts für selbstverständlich gehalten werden kann.
Die Zahlen sprechen für sich: Djokovic bestritt sein elftes Match des Jahres und bewies, dass er trotz seines Alters und der Konkurrenz weiterhin zu den Top-Favoriten gehört. Sein Fokus liegt klar auf dem 25. Grand-Slam-Titel, und der Weg dorthin führt über weitere anspruchsvolle Gegner.
