Diomandé spielt poker: psg, liverpool und ein rekordtransfer?
Der Name Yan Diomandé ist in Europa plötzlich allgegenwärtig. Der 21-jährige Ivorer vom RB Leipzig, der in dieser Transferperiode zu den begehrtesten Spielern zählt, deutet an, dass sein Weg nach Deutschland möglicherweise bald zu Ende gehen könnte. Doch bevor er den Abschied vollzieht, scheint er die europäischen Top-Klubs gleichermaßen zu amüsieren wie zu ködern.

Die andeutungen in der pressekonferenz
Diomandés aktuelle Leistungen sprechen für sich: 12 Tore und 9 Assists in 33 Bundesliga-Spielen sind eine beeindruckende Bilanz. Doch es sind nicht nur seine fußballerischen Fähigkeiten, die Aufmerksamkeit erregen, sondern auch seine diplomatisch formulierten Aussagen. In der jüngsten Pressekonferenz vor dem Freundschaftsspiel gegen Frankreich ließ er durchblicken, dass er die Gerüchte über ein mögliches Interesse des Paris Saint-Germain durchaus begrüßt. „Paris Saint-Germain ist ein Verein, den ich als Kind geliebt habe. Mein Vater ist ein großer Fan, und ich bewundere den Verein als Fußballfan“, erklärte er. Die Nähe zur französischen Sprache und Kultur, so Diomandé, würde ihm die Eingewöhnung erleichtern. Ein klarer Hinweis an die Katari-Investoren in Paris?
Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Bereits im Februar hatte Diomandé in einem Bild-Interview ähnliche Töne angeschlagen, als Gerüchte über ein mögliches Interesse des Liverpool FC die Runde machten. Damals schwärmte er von der Atmosphäre in Anfield und dem Einfluss von Steven Gerrard. Die Frage ist nun: Wer ist Diomandés wahres Ziel?
Die Transfermarkt-Experten schätzen Diomandés Marktwert auf 90 Millionen Euro, doch es wird erwartet, dass ein Wechsel ihn deutlich teurer zu Buche schlagen wird. Die Summe könnte sogar die 100-Millionen-Euro-Marke überschreiten – ein neuer Rekord für einen Spieler der Bundesliga. Der RB Leipzig wird sich einem erbitterten Bieterduell stellen müssen, wenn sie nicht ihr Ausnahmetalent verlieren wollen.
Was Diomandés Spiel mit der Strategie der großen Vereine sagt, ist ebenso interessant wie seine persönlichen Präferenzen. Es scheint, als wolle er den Transfermarkt zu seinem eigenen Spiel machen, die Vereine gegeneinander ausspielen und so den bestmöglichen Deal für sich und seinen Berater aushandeln. Ein Schachzug, der ihm zweifellos weitere Türen öffnen wird.
Die nächsten Wochen werden entscheidend sein. Die Copa Mundial steht an, und Diomandé wird zeigen müssen, ob er auch auf internationaler Bühne überzeugen kann. Denn am Ende zählt nur eines: Leistung. Und wer weiß, vielleicht ist der Rekordtransfer ja doch schon bald Realität. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Diomandé nach seinem Auftritt in der Copa Mundial in einen ganz anderen Verein spielt als den, mit dem er die Bundesliga-Saison beendet hat. Der Ivorer hat die Zeichen gesetzt.
