Diakité räumt mali ab – cádiz muss auf seinen motor verzichten

Moussa Diakité hat es: Erst Olympia-Debüt, jetzt Nationalteam. Der 22-Jährige fliegt nach St. Petersburg, der Cádiz CF bleibt mit einem Loch im Zentrum zurück.

Der Mittelfeldanker, bisher nur U23-Löwe, wurde am Montag für das Mali-Länderspiel gegen Russland nominiert. Ein Tag später saß er schon im Flieger – und fehlt dem Klub aus Andalusien an zwei Saat- oder Richtungsspieltagen: Samstag in Ceuta, dann in Valladolid. Sergio González verliert seine körperliche Schaltzentrale, 1,85 m Arbeitstier, 2,3 Tackles pro 90 Minuten, 87-prozentige Passquote. Zahlen, die seine Kollegen nun auffangen müssen.

Der plan b steht bereits in den startlöchern

Der plan b steht bereits in den startlöchern

Ohne Diakité droht dem Trainer die Balance zu kippen. González’ Stab probiert es mit Álex Fernández als Sechser, mit Joaquín als Box-to-Box oder gar mit Rominigue Kouamé, der eigentlich weiter vorne aufläuft. Eine weitere Variante: Yussi Diarra einen Meter zurück, dafür die Spitze neu justieren. Drei Varianten, eine Woche Zeit – und beide Gegner wissen Bescheid.

Für Diakité ist der Kurztrip nach Russland der erste Schritt in einen neuen Marktwert. Für Cádiz ein kurzfristiger Kraftakt. Wenn er zurückkommt, will der Klub noch in der Tabellenmitte stehen. Ob das gelingt, entscheidet sich in 180 Minuten ohne seinen jungen Mali-Express.