Dhfk leipzig: abstieg in liga 2 droht – wetzlar profitiert!
Die Daikin Handball-Bundesliga steht vor ihrem dramatischen Finale: Für den SC DHfK Leipzig sieht es so gut wie aus, als müsste man sich auf ein Leben in der 2. Liga einstellen. Ein arithmetisches Wunder wäre nötig, um den Abstieg noch abzuwenden, während die HSG Wetzlar durch einen knappen Sieg gegen den HC Erlangen einen Riesenschritt in Richtung Rettung macht.
Wetzlar atmet auf, leipzig verzweifelt
Der 29:26 (14:12)-Erfolg der HSG Wetzlar war mehr als nur ein Sieg – er war ein Befreiungsschlag. Nach der Verpflichtung von Michael Allendorf im Februar scheint neuer Wind in Wetzlar zu wehen. Die Mittelhessen können nun Kaderplanungen in Angriff nehmen, die bisher durch den Kampf gegen den Abstieg blockiert waren. Ein besonderes Augenmerk gilt der halblenken Rückraumposition, die durch den Abgang von Philipp Ahouansou zum TVB Stuttgart vakant wird.
Nikolaj Laeso, dänischer Weltmeister von 2021, steht dabei ganz oben auf der Wunschliste der HSG. Der 29-Jährige, aktuell noch bei Bjerringbro-Silkeborg unter Vertrag, verpasste seinen Wechsel nach Leipzig bereits 2023 knapp. Ahouansou selbst war mit acht Treffern maßgeblich am Sieg gegen Erlangen beteiligt und wirkte nach dem Spiel erleichtert: „Das fühlt sich sehr gut an. Eine Mega-Erleichterung, uns fällt gerade eine große Last von den Schultern.“

Minden kämpft, gummersbach dominiert
Während Wetzlar aufatmet, müssen die Fans von GWD Minden um ihre Bundesliga-Zugehörigkeit bangen. Die deutliche 22:32 (12:19)-Niederlage beim VfL Gummersbach hat die Rettungshoffnungen der Aufsteiger massiv beschädigt. Gummersbach präsentierte sich von seiner stärksten Seite und ließ den Gästen kaum eine Chance. „Gummersbach hat es sehr gut gemacht und souverän heruntergespielt“, kommentierte GWD-Trainer Aaron Ziercke die Partie. „Wir hatten immer mal kleine Phasen, in denen wir hätten verkürzen können, aber da sind uns dann leichte Fehler unterlaufen.“
Für Leipzig bedeutet dies, dass man in den verbleibenden Spielen gegen TBV Lemgo Lippe und GWD Minden zwei Siege mit mindestens zehn Toren Unterschied erzielen müsste, um noch die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Eine Aufgabe, die angesichts der aktuellen Umstände nahezu unmöglich erscheint. Die Liga scheint sich entschieden – und Leipzig muss sich auf eine neue Herausforderung einstellen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur noch 14 Tore positiver Torvergleich trennen Leipzig vom direkten Abstieg. Ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Sachsen wohl verlieren werden.
