Dhb-pokal: füchse berlin im finale – gidsel beendet die wartezeit!

Ein furioser Kampf in der Kölner Lanxess Arena: Die Füchse Berlin sind nach einem hart erkämpften 39:36-Sieg gegen TBV Lemgo Lippe erstmals seit 2014 wieder im DHB-Pokalfinale! Die Berliner zeigten zwar keine perfekte Leistung, doch die Entschlossenheit und die individuelle Klasse einzelner Spieler reichten, um das Ticket für das Endspiel zu lösen.

Die arena tobte: eine feindliche kulisse für die hauptstadt-füchse

Die arena tobte: eine feindliche kulisse für die hauptstadt-füchse

Die Stimmung im ausverkauften Stadion war alles andere als angenehm für die Berliner. Rund 1500 Fans der Füchse mussten sich der lautstarken Unterstützung der Anhänger von Lemgo, BHC und Magdeburg stellen, die mit Gesängen wie „Lemgo ist viel schöner als Berlin“ für eine hitzige Atmosphäre sorgten. Besonders Welthandballer Mathias Gidsel wurde gnadenlos ausgebuht – doch das schien den amtierenden Meister nicht zu stoppen.

Die erste Halbzeit gehörte Lemgo, die mit einer starken Leistung vorlegten und eine 20:16-Führung herausspielen konnten. Nils Lichtlein, der Spielmacher der Füchse, erwies sich als Schlüsselspieler, indem er zwei entscheidende Treffer erzielte. Dejan Milosavljev, der serbische Keeper, war in dieser Phase schlichtweg überragend und verhinderte mit 11 Paraden, dass die Führung der Gäste ausbricht. Ein spektakulärer Einsatz am Pfosten, bei dem er sich leicht verletzte, unterstreicht seinen Einsatzwillen.

Doch die Füchse schlugen zurück! Nach der Pause erhöhten die Berliner den Druck und konnten dank einer starken Leistung von Lasse Andersson (11 Tore) und der weiterhin starken Deckungshaltung das Spiel in die Hand nehmen. Frederik Simak, der Ex-Berliner, sorgte kurzzeitig für Aufregung, als er zwei schnelle Tore für Lemgo erzielte und den Abstand auf ein Tor verringerte.

Die Schlussphase war ein Nervenspiel. Lemgo vergab eine Großchance auf den Ausgleich, und die Füchse bestraften diesen Fehler prompt mit zwei Toren durch Tim Freihöfer und Mathias Gidsel. Das Endergebnis von 39:36 spiegelt den Kampfgeist beider Mannschaften wider, doch am Ende waren es die Berliner, die die Oberhand behielten.

Mathias Gidsel, der lange Zeit kaum in Erscheinung trat, konnte sein ersehntes Pokalfinale feiern und trug mit acht Toren zum Sieg bei. Die Füchse Berlin haben sich damit einen Platz im Finale gesichert und können nun voller Zuversicht auf das entscheidende Spiel blicken. Es bleibt abzuwarten, wer ihr dort gegenüberstehen wird, doch eines ist sicher: Die Berliner werden alles daran setzen, den Titel zu verteidigen. Die Fans dürfen sich auf ein spannendes Endspiel freuen!