Dhb-frauen schlagen slowenien: silber-geist lebt in em-quali weiter

Knapp 90 Tage nach dem Weltmeisterschafts-Wahnsinn ziehen die deutschen Handballerinnen den nächsten Befreiungsschlag. In Celje zerren sie Sloweniens Unbesiegte mit 30:23 in den Boden – und machen den großen Schritt Richtung Dezember-EM.

Die rückkehr der nerven aus stahl

Es war kein gemütlicher Abend. Celje hallte, die Slowinnen preschten, doch die DHB-Auswahl antwortete mit der Kälte von Profis, die wissen, was eine Medaille schwer macht. Antje Döll traf nach 1:46 Minuten, doch dann lagen die Gäste schnell 2:4 hinten. Markus Gaugisch schickte Dana Bleckmann und Jolina Huhnstock aufs Parkett – beide WM-Heldinnen fehlten, Smits und von Pereira blieben in der Kabine. Die Lücke? Nicht sichtbar.

Tjasa Stanko, früher Speerwerferin, schraubte den Rückstand auf 7:4 – doch genau da schalteten die Deutschen einen Gang höher. Emily Vogel erzielte sieben Treffer, Sarah Wachter hielt sieben Bälle, und als Katharina Filter in der 45. Minute parierte, war klar: Diese Abwehr lässt sich nicht mehr schütteln. Die Pause stand 16:15, das Schlusslicht 30:23 – ein Unterschied, der dem Tabellenbild eine neue Farbe verpasst.

Heidelberg erwartet den nächsten knock-out

Heidelberg erwartet den nächsten knock-out

Sonntag, 15.30 Uhr, Heidelberg. Dyn und ProSieben MAXX übertragen live, 5.500 Tickets sind restlos weg. Gaugisch wird seine Rotation vermutlich wieder anpassen – Smits und von Pereira werden auf dem Bike schwitzen, während Farrelle Njinkeu nach ihrem Debüt-Tor mit 19 Jahren von der Bank träumt. Die Gruppe mit Belgien und Nordmazedonien ist längst keine Schießbude mehr, aber wer Celje übersteht, fürchtet sich auch vor Heidelberg nicht.

Die Botschaft ist klar: Silber war kein Sommernachtstraum, sondern Startpunkt. Die EM in Polen, Rumänien, Tschechien, Slowenien und der Türkei rückt näher – und mit jedem Siez, den die DHB-Frauen einfahren, rückt auch die Erinnerung an den Februar in Herning näher. Die Gegner werden lauter, die Hallen voller, doch wer einmal Metall um den Hals trug, weiß, wie sich Nachschlag anfühlt.