Dfb-frauen zeigen biss: derbyspiele gegen österreich werden zur standortbestimmung
Nürnberg fiebert, Herzogenaurach trainiert – die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bereitet sich auf zwei entscheidende WM-Qualifikationsspiele gegen Österreich vor. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen liegt der Fokus nun auf den Duellen mit dem Nachbarn, die Janina Minge als „Derby-Vibes“ beschreibt. Die Ausgangslage ist klar: Die DFB-Elf will ihre Tabellenführung festigen und den Weg zu Brasilien 2027 ebnen.
Vertrautheit und respekt: so ticken die spiele gegen österreich
Die Spielerinnen kennen sich gut, viele teilen sich die Kabinen in der Bundesliga. Diese Vertrautheit macht die Spiele gegen Österreich keineswegs leichter, wie Minge betont. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, prophezeit die Wolfsburgerin. Der letzte Vergleich in der Nations League verdeutlichte jedoch die klare Überlegenheit der deutschen Mannschaft, die mit 8:1 gewann. Ob sich diese Dominanz wiederholt, bleibt abzuwarten.
Doch die Vergangenheit ist nicht immer ein verlässlicher Indikator. Die österreichische Mannschaft hat sich stetig verbessert und wird alles daran setzen, um den Deutschen das Leben schwer zu machen. Bundestrainer Christian Wück scheint sich dieser Herausforderung bewusst zu sein und bereitet seine Mannschaft intensiv auf die anstehenden Partien vor. Die Atmosphäre im Trainingslager in Herzogenaurach ist konzentriert, aber auch von einer spürbaren Harmonie geprägt.

Minge: mehr als nur eine spielerin – eine führungsfigur
Janina Minge ist längst nicht mehr nur eine erfahrene Spielerin im DFB-Kader. Mit 30 Länderspieleinsätzen gehört sie zu den Säulen der Mannschaft und hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Führungsfigur entwickelt. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Minge. Ihre Vielseitigkeit ist dabei beeindruckend: Ob in der Innenverteidigung, im defensiven Mittelfeld, im offensiven Mittelfeld oder sogar als Torhüterin – Minge ist überall einsetzbar. Ihr kurzes, aber folgenreiches Debüt im Tor, als die Stammkeeperin eine Rote Karte sah, zeugt von ihrem unbedingten Einsatzwillen und ihrer Bereitschaft, für die Mannschaft alles zu geben.
Die Stimmung im Team ist hervorragend. „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, schmunzelt Minge. Diese positive Atmosphäre und der Zusammenhalt im Team sind wichtige Faktoren für den Erfolg. Die Spielerinnen wissen, dass sie nur gemeinsam ihre Ziele erreichen können.
Die Spiele gegen Österreich werden somit nicht nur sportlich, sondern auch mental eine Standortbestimmung für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft sein. Nach den deutlichen Siegen gegen Slowenien und Norwegen ist der Druck hoch, die Erwartungen sind groß. Doch die DFB-Elf scheint bereit zu sein, dieser Herausforderung zu begegnen und ihre Position an der Spitze der WM-Qualifikation zu festigen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die „Derby-Vibes“ die deutsche Mannschaft stärker machen oder sie ins Stolpern bringen.
