Dfb-frauen vor wm-entscheidung: kann köln das glück wenden?

Köln bebt! Am Freitagabend wagen die DFB-Frauen im ausverkauften RheinEnergieSTADION einen entscheidenden Angriff auf die WM 2027 in Brasilien. Nach dem glanzlosen Unentschieden gegen Österreich lastet ein enormer Druck auf die Mannschaft von Christian Wück – doch die Ausgangslage ist alles andere als aussichtslos.

Heimspiel-vorteil und alte rechnschaften

Die deutsche Auswahl führt die Qualifikationsgruppe A4 derzeit an und könnte sich bei einem Sieg gegen Norwegen bereits vorzeitig die Fahrkarte zur Weltmeisterschaft sichern. Ein Sieg wäre nicht nur sportlich immens wichtig, sondern würde auch das Signal senden, dass die DFB-Frauen trotz eines holprigen Saisonverlaufs zu den europäischen Spitzenmannschaften gehören. Das Hinspiel im März deutete bereits auf eine deutliche Überlegenheit hin: Ein klarer 4:0-Erfolg für Deutschland.

Die Fans dürfen sich auf ein hochklassiges Duell einstellen. Mehr als 25.000 begeisterte Zuschauer werden die Atmosphäre im Stadion anheizen und die Mannschaft nach vorne peitschen. Doch Norwegen ist kein leichter Gegner. Die Skandinavierinnen sind erfahren und werden in Köln alles daran setzen, die deutsche Vorherrschaft zu brechen.

Personelle veränderungen und taktische kniffe

Personelle veränderungen und taktische kniffe

Bundestrainer Wück muss am Freitag auf seine Kapitänin Giulia Gwinn verzichten, die sich nach einer schweren Schulteroperation noch im Genesungsmodus befindet. Ein herber Verlust, der die Abwehrreihe vor eine zusätzliche Herausforderung stellt. Positiv hingegen die Nachricht über die Rückkehr von Klara Bühl, die ihre Wadenverletzung überwunden hat. Auch Sophia Kleinherne, Kathy Hendrich und Marie Müller sind wieder dabei und stehen dem Trainer für den Kader zur Verfügung.

„Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen diese Gruppe als Erste abschließen und uns frühzeitig für die WM qualifizieren“, betonte Wück unmissverständlich. Die Taktik für das Spiel gegen Norwegen wird wohl darauf abzielen, die Stärken der Norwegerinnen zu neutralisieren und gleichzeitig selbst frühzeitig die Kontrolle über die Partie zu übernehmen. Ein frühes Tor könnte den entscheidenden Vorteil bringen und das Selbstvertrauen der deutschen Mannschaft stärken.

Doch der Blick gilt bereits über das Spiel gegen Norwegen hinaus. Am 9. Juni steht in Slowenien noch das letzte Gruppenspiel an. Die Vorbereitung auf dieses Duell beginnt aber erst, nachdem am Freitag in Köln die Entscheidung gegen Norwegen gefallen ist. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf dem Heimspiel – und dem Traum von Brasilien.