Deutschland entspannt: gelb-sperren kein problem mehr!
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann im entscheidenden Gruppenspielgegen Ecuador am Donnerstag ohne Angst vor Gelb-Sperren in die Zweikämpfe gehen. Eine überraschende Regeländerung der FIFA macht es möglich: Die Verwarnungen nach der Gruppenphase werden ungültig.

Ein geschenk der fifa für nagelsmanns team
Nach den überzeugenden Siegen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) stand die Frage im Raum, ob Schlüsselspieler durch Gelbe Karten für das Viertelfinale ausfallen könnten. Doch die FIFA hat die Regeln angepasst. Ein Spieler wird erst dann gesperrt, wenn er im K.O.-Rundenmodus – also im Sechzehntelfinale und Achtelfinale – zwei Gelbe Karten erhält. Das bedeutet: Selbst wenn Julian Nagelsmanns Mannschaft im Gruppenspiel noch eine oder mehrere Gelbe Karten erhält, ändert das nichts an der Aussicht auf eine Teilnahme an der nächsten Runde.
Der DFB-Auswahl steht der Weg ins Finale von East Rutherford bereits offen. Die Ausgangslage ist denkbar komfortabel: Deutschland hat sich quasi schon als Gruppensieger qualifiziert und kann nun taktische Überlegungen in den Vordergrund stellen, ohne sich Gedanken über mögliche Sperren machen zu müssen. Es ist ein strategischer Vorteil, den man sich nicht nehmen lassen sollte, besonders angesichts der anspruchsvollen Gegner, die im weiteren Turnierverlauf auf die deutsche Mannschaft warten könnten.
Die Entscheidung der FIFA mag auf den ersten Blick überraschend wirken, doch sie spiegelt den Wunsch wider, die Gruppenphase spannender zu gestalten und gleichzeitig die Chance zu erhöhen, dass auch die besten Spieler in den K.O.-Runden dabei sind. Es ist ein cleverer Schachzug, der auch anderen Nationalmannschaften zugutekommt und die Attraktivität der Weltmeisterschaft steigert.
