Deutschland dreht krimi gegen kroatien in der verlängerung

Bonn, Sonntagabend, 6032 Zuschauer im ausverkauften Telekom Dome — und ein Spiel, das eigentlich verloren war. 91:89 nach Verlängerung. Die deutschen Basketballer haben sich ihre Revanche gegen Kroatien geholt, und zwar auf die härteste Art, die dieser Sport kennt: Punkt für Punkt, Minute für Minute, mit dem Rücken zur Wand.

Krämer rettet deutschland in letzter sekunde

Es war David Krämer, der den Abend in die Geschichtsbücher schrieb. 63 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit, Rückstand, Publikum am Limit — und dann dieser Dreier. Kaltblütig. Unverschämt kaltblütig. Das 77:77 erzwang die Verlängerung, in der Deutschland schließlich die besseren Nerven bewies. Dass Krämer in den Extra-Minuten gleich drei Chancen zum Sieg vergab, passt zu diesem Abend: nichts war einfach, alles war Kampf.

Dabei hatte das DBB-Team in der ersten Halbzeit eine Vorstellung geliefert, die Bundestrainer Àlex Mumbrú die Haare zu Berge stehen ließ. Schwache Wurfquote, kaum Treffer von der Dreierlinie, und Kroatien mit Mario Hezonja und Dario Saric nutzte jeden Fehler gnadenlos aus. Der Rückstand wuchs auf zehn Punkte — 44:54 in der 23. Minute. DBB-Präsident Ingo Weiss versuchte bei MagentaSport noch, die Ruhe zu bewahren: „Noch ist nicht aller Tage Abend.