Deutschland boykottiert paralympics-eröffnung wegen russland
Drei Tage vor dem
Startschuss der Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina macht das deutsche Para-Team eine klare Ansage: kein Einmarsch bei der Eröffnungsfeier in Verona. Der Grund ist so simpel wie brisant – Russland und Belarus dürfen unter eigener Flagge antreten, und das ist für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) nicht hinnehmbar.
Eine kehrtwende, die keine überraschung sein sollte
Noch vergangene Woche klang DBS-Präsident Hans Jörg-Michels ganz anders. Kein Boykott geplant, Fokus auf den Sport, alles im Lot. Sieben Tage später ist davon nichts übrig. Die 180-Grad-Wende kommt nicht aus dem Nichts – sie kommt aus der Solidarität mit der Ukraine, die schon während der Olympischen Winterspiele angekündigt hatte, die Paralympics-Eröffnung zu meiden. Estland und Tschechien hatten sich längst angeschlossen. Deutschland folgt jetzt nach.
Der DBS formuliert es in seiner Pressemitteilung mit Bedacht: Die Entscheidung diene „sowohl der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen.
