Deutsche sporthilfe fordert mehr tempo bei reformen für den leistungssport

Orgeldinger mahnt zu schnellem handeln nach den olympischen winterspielen

Karin Orgeldinger, Vorstand Förderung der Stiftung Deutsche Sporthilfe, hat die Bundesregierung aufgefordert, bei den Reformen im Leistungssport schneller voranzukommen. Anlass sind die gerade beendeten Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina d’Ampezzo. Es dürfe nicht ein weiterer Olympiazyklus verstreichen, bevor gehandelt werde, so Orgeldinger im Deutschlandfunk. Die geplante Leistungssportagentur, die 2027 entstehen soll, komme ihrer Meinung nach zu spät. “Da ist Los Angeles dann schon fast rum”, mahnte sie.

Die notwendigkeit tiefergreifender analysen

Die notwendigkeit tiefergreifender analysen

Orgeldinger betonte, dass nach Olympischen Spielen stets tiefgreifende Analysen notwendig seien, um Schwachstellen zu identifizieren und Verbesserungen anzustoßen. Diese Analysen müssten nun zeitnah erfolgen, um die Weichen für zukünftige Erfolge zu stellen. Die Sporthilfe selbst habe bereits reagiert und eine Neuausrichtung der Fördermittel beschlossen.

Fokus auf weniger, dafür besser geförderte athleten

Fokus auf weniger, dafür besser geförderte athleten

Die neue Strategie der Sporthilfe sieht vor, dass weniger Athleten eine intensivere und individuellere Förderung erhalten. “Wir haben tatsächlich gesagt, auf weniger Athleten soll eigentlich mehr Förderung, bessere Förderung, individuellere Förderung ausgeschüttet werden”, erklärte Orgeldinger. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der deutschen Athleten nachhaltig zu steigern.

Erwartungen an die kommenden spiele

Die Umsetzungsphase dieser Neuausrichtung sei zwar noch frisch, aber Orgeldinger ist zuversichtlich, dass sich die positiven Auswirkungen bereits bei den nächsten Winterspielen und den Sommerspielen in Los Angeles 2028 zeigen werden. Sie erwartet, dass die Athleten von der verbesserten Förderung profitieren und sich optimal auf die Wettkämpfe vorbereiten können.

Deutsche bilanz in mailand/cortina

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina d’Ampezzo errangen die deutschen Athleten insgesamt acht Goldmedaillen, zehn Silbermedaillen und acht Bronzemedaillen. Im Medaillenspiegel reichte dies für den fünften Platz. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland im Winter-Leistungssport weiterhin eine starke Nation ist, aber auch dass Verbesserungspotenzial besteht.

Ausblick auf zukünftige großereignisse

Neben den Sommerspielen in Los Angeles 2028 stehen bereits die nächsten Winterspiele im Jahr 2030 in Frankreich fest. Die Sporthilfe und die Bundesregierung werden nun an einem Konzept arbeiten, um die deutschen Athleten optimal auf diese und weitere Großereignisse vorzubereiten. Dabei soll die frühzeitige Identifizierung von Talenten und eine umfassende Förderung im Vordergrund stehen.