Deutsche nfl-träume: wer folgt klein in die liga?

Vier Monate sind seit dem Ende der College Football Saison vergangen, und für sieben deutsche Spieler steht der nächste große Schritt an: der Sprung in die NFL. Während Tight End Marlin Klein bereits in der kommenden Saison in der Liga spielen wird, blicken sechs weitere Talente gespannt auf den Draft und hoffen auf den entscheidenden Anruf.

Paul rubelt: der erfahrenste kandidat

Die Geschichte von Paul Rubelt ist bemerkenswert. Seine Football-Karriere begann im Alter von 13 Jahren bei den Red Cocks in Frankfurt (Oder). Über die Gridiron Imports College Tour und Stifter Björn Werner führte sein Weg schließlich an die University of Central Florida, wo er über sechs Jahre lang im Kader der Knights stand. 60 Einsätze, davon über 600 Snaps als Team Captain im letzten Jahr – Rubelt hat Erfahrung bewiesen. Seine Vielseitigkeit als Offensive Lineman, der sowohl Right Tackle, Left Tackle als auch Guard spielen kann, macht ihn für viele Teams interessant, die einen erfahrenen Backup suchen. Mit seinen 2,09 Metern ist er ein beeindruckender Athlet und sein Aufstieg im Draft scheint sich zu beschleunigen.

Mark petry: verletzungen bremsen den aufstieg

Mark petry: verletzungen bremsen den aufstieg

Ebenfalls im Draft-Gespräch ist Mark Petry, der gebürtige Südhesse, der seine Jugend bei den Mainz Golden Eagles verbrachte. Ursprünglich wollte er wie sein Idol Rob Gronkowski Tight End werden, erkannte aber schnell sein Potenzial in der Offensive Line. 37 Einsätze für die Syracuse Orange in den letzten drei Jahren unterstreichen seine Leistung. Doch eine Serie von Knieverletzungen, die ihn sogar 2025 komplett pausieren ließen, haben seinen Draft-Stock erheblich beeinträchtigt. Petry gilt zwar nur als Undrafted Free Agent, besitzt aber zweifellos das Talent, sich in der Vorbereitung einen Platz im Kader zu erkämpfen.

Das ippp als alternative

Das ippp als alternative

Für andere deutsche Talente wie Florian Staehler, Felix Lepper, Maurice Heims und Leo Blumentritt könnte der Weg in die NFL über das International Player Pathway Program (IPPP) führen. Dieses Programm ermöglicht es Spielern aus Übersee, einen zusätzlichen 17. Platz im Practice Squad zu ergattern. Kilian Zierer und Max Mang haben bereits diesen Weg erfolgreich beschritten und könnten bald von ihren erfahrenen Kollegen abgelöst werden. Es bleibt abzuwarten, welche dieser Talente den Sprung in den erweiterten Kader schaffen wird. Jeder Draft schreibt seine eigene Geschichte, und es ist durchaus möglich, dass ein unerwarteter Name plötzlich zum Gesprächsthema wird.

Während Rubelt und Petry auf ein direktes Ticket hoffen, müssen die anderen ihr Glück über das IPPP suchen. Doch die Leidenschaft und der unbedingte Wille, in der NFL zu spielen, treiben diese jungen Athleten an. Die NFL könnte bald wieder mit deutschen Talenten aufhorchen lassen.