Detroit in der misere: playoff-debakel gegen orlando!

Die Pistons haben sich in Detroit selbst besiegt. Vor den Augen eigener Fans, die seit unglaublichen 15 Jahren auf einen Serien-Sieg warten, kassierten die Gastgeber eine bittere 101:112-Niederlage gegen die Orlando Magic – und damit die elfte Pleite in Serie in den Playoffs. Eine historische Schmach für die einst so dominanten Detroit Pistons.

Magic zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist

Magic zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist

Die Magic, als Achter der Eastern Conference gerade noch im Play-in-Turnier dabei, präsentierten sich als eine Mannschaft mit Biss und taktischer Reife. Von Beginn an setzte Jalen Suggs mit elf Punkten im ersten Viertel den Ton an, und die Mannschaft von Coach Jamahl Mosley ließ Detroit keine Chance. Die erste Halbzeit gehörte den Magic, die eine beeindruckende Intensität zeigten und die Pistons regelrecht überrannten. Paolo Banchero, der 17 seiner 23 Punkte bereits in den ersten zwei Vierteln erzielte, und Franz Wagner, der im letzten Spielabschnitt elf seiner 19 Punkte markierte, waren die treibenden Kräfte.

Cade Cunningham steuerte zwar 39 Punkte für die Pistons bei – ein neuer Karrierebestwert in den Playoffs –, doch das reichte bei Weitem nicht aus. Die Pistons wirkten verunsichert und ohne die nötige Entschlossenheit. Nach einem kurzen Ausgleich zum 65:65 schafften es die Magic, die Partie erneut zu kontrollieren und das dritte Viertel mit 74:81 für sich zu entscheiden. Die endgültige Niederlage um elf Punkte ist die drittgrößte in einem Playoff-Auftaktspiel für ein Team, das in der regulären Saison 60 Siege errungen hat.

„Wir waren einfach nicht bereit zu spielen. Sie haben uns zuerst getroffen. Wir müssen uns verbessern, ihnen zuerst den Schlag versetzen“, kommentierte Ausar Thompson die enttäuschende Leistung. Die Magic hingegen bewiesen, dass sie trotz einer enttäuschenden regulären Saison zu den potenziellen Anwärtern auf den Einzug in die nächste Runde gehören. „Wir hatten nicht die Saison, die wir uns erhofft hatten, aber wir haben Talent und gehören zu diesem Niveau“, sagte Franz Wagner nach dem Spiel.

Die Pistons haben seit 2008 nicht mehr eine Playoff-Serie gewonnen. Eine lange und frustrierende Durststrecke, die sich nun in die 13. Saison erstreckt. Vier Erstrundenausscheidungen mussten in dieser Zeit verkraftet werden. Mit dieser Niederlage haben sich die Pistons in der aktuellen Serie bereits selbst in eine denkbar schwierige Lage gebracht. Das Hinspiel in Detroit zu verlieren, bedeutet, dass die Magic nun den Heimvorteil haben und die Serie vor ihren eigenen Fans fortsetzen können. Die Frage ist: Können die Pistons die Kurve kriegen und der historischen Misere entkommen?

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