Derby della mole: d'aversa stellt toro-debüt auf, spalletti bringt vlahovic zurück
20.45 Uhr, Stadio Olimpico Grande Torino – das Pulverfass steht kurz vor der Explosion. D'Aversa wirft sein ganzes Pulver: Paleari im Tor, Vlasic als Spielmacher, Zapata und Simeone als Zwillingskanonen. Spalletti antwortet mit Kalulu und Bremer in der Viererkette, Vlahovic als einsame Spitze, hinter ihm Conceiçao, McKennie und Boga – ein 4-3-3, das nach Torduft riecht.
Die aufstellungen im faktencheck
Torino (3-4-1-2): Paleari – Coco, Ismajli, Ebosse; Pedersen, Ilkhan, Gineitis, Obrador; Vlasic; Zapata, Simeone. Trainer: D'Aversa.
Juventus (4-3-3): Perin – Kalulu, Gatti, Bremer, Cambiaso; Locatelli, Thuram; Conceiçao, McKennie, Boga; Vlahovic. Trainer: Spalletti.
Die Zahl, die alles sagt: 13. Zapata traf in seinen letzten 13 Derbys achtmal. Vlahovic? Erst ein Treffer in vier Auftritten gegen den Nachbarn. Heute könnte sich die Serie drehen – oder die Maledition fortsetzen.

Was die trainer wirklich riskieren
D'Aversa wagt den Befreiungsschlag. Mit Ilkhan und Gineitis setzt er auf zwei U21-Internationale, die noch nie gemeinsam von Beginn an ran durften. Spalletti dagegen vertraut der Routine: Locatelli als alleiniger Sechser, Thuram als Box-to-Box-Motor. Die Frage lautet nicht nur, wer gewinnt, sondern wer zuerst die Nerven verliert.
Die Tribüne brodelt, die Curva Maratona hat ihre Choreo schon vorab durchgesickert: „La Mole non si tinge di bianconero.“ Das Stadion wird kochen, egal wie das Spiel endet. Aber wenn Torino heute verliert, rutscht der Klub auf Rang 14 – das wäre die schlechteste Derby-Bilanz seit 1972.
Der Countdown läuft. In 90 Minuten wissen wir, ob D'Aversa zum Helden seines ersten Derbys wird – oder ob Spalletti mit einem 4-0-Sieg die Meisterschaftsfeier schon im Vorfeld einläutet. Die Karten sind gegeben, die Würfel fallen gleich.
