Deportivo La Coruña ändert offiziellen Namen und Wappen

Mailand – Der spanische Fußballverein Deportivo La Coruña hat im Rahmen der Feierlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen offiziell seinen Namen und sein Wappen geändert. Die Entscheidung wurde von den Fans durch eine Online-Abstimmung getroffen, an der Abonnenten und Aktionäre teilnahmen.

Ein klares Votum der Fans

Am 23. Juni wurde das Ergebnis offiziell bekannt gegeben: 79,41 % der Wähler sprachen sich für die neue Bezeichnung Real Club Deportivo A Coruña aus. Der Verein kehrt nach acht Jahren in die Liga zurück und möchte diesen Anlass mit einer historischen Entscheidung nutzen.

Warum der Namenswechsel?

Warum der Namenswechsel?

Im Jahr 2026 feiert der Verein sein 120-jähriges Bestehen. Der Vorstand entschied, die Fans in die Entscheidung einzubeziehen, ob der Name weiterhin den spanischen Toponym „La Coruña“ oder den galizischen „A Coruña“ verwenden soll. Die Fans entschieden sich eindeutig für den galizischen Namen.

Der Verein betonte, dass es sich nicht um eine politische Aussage handelt, sondern um eine „aktualisierende und organisatorische Maßnahme“, die im Zusammenhang mit dem 120. Jubiläum erfolgt. Die Umfrage entspricht ausschließlich administrativen und rechtlichen Kriterien bezüglich der offiziellen Ortsbezeichnung.

Galizische Identität

Galizische Identität

Galizien, die autonome Gemeinschaft, in der sich La Coruña befindet, liegt im Nordwesten Spaniens. Die Region grenzt im Süden an Portugal und pflegt eine enge Beziehung zu diesem Land. Die galizische Sprache ist seit dem Mittelalter eng mit dem Portugiesischen verwandt und leicht verständlich. Laut Daten der Universität Santiago de Compostela sprechen 75 % der Einwohner regelmäßig Galizisch und 94 % verstehen es. Dies führte zu der Entscheidung der Fans, die vom Verein vorgeschlagene Neuausrichtung zu unterstützen und sowohl den Namen als auch das Wappen zu ändern. Das neue Wappen betont stärker die Bande in Weiß und Blau, die an die Flagge Galiziens erinnern, die bereits auf dem Trikot der Mannschaft zu sehen ist.