Dembélé rettet psg, verlässt dann mit hinkendem schritt das feld
Paris schwankt zwischen Jubel und Schrecken. Ousmane Dembélé schlägt den Ausgleich per Strafstoß, zwingt Arsenal in die Knie – und humpelt 180 Sekunden später mit schmerzverzerrter Miene Richtung Bank. Der 1:1-Ausgleich im Champions-League-Finale kostete mehr, als PSG sich leisten kann.
Der moment, in dem das bein versagt
Luis Enrique schreit, Ramos reißt seine Einwechselweste über. Dembélé gräbt sich die Finger ins rechte Knie, versucht noch einen Sprint, gibt auf. ZDF-Mann Gari Paubandt atmet schwer: „Das ist kein Gehen mehr, das ist ein Kampf gegen den eigenen Körper.“ Die sechsminütige Nachspielzeit wird zur Geduldsprobe für 80.000 im Estadio Metropolitano.
Die Szene: 93. Minute, Ecke für Paris. Dembélé sprintet zur Fahne, stoppt abrupt. Er spürt den Schmerz, winkt ab. Kein Schubser, kein Foul – nur das Oberschenkelmuskelbündel, das sich meldet. Ramos kommt, Dembélé geht, ohne Trage, aber mit hängendem rechten Bein.

Zweifel vor der wm
Frankreich fragt sich laut: Verletzung oder Krämpfe? RMC Sport wirft die Schlagzeile ins Netz, die Nationaltrainer von Didier Deschamps bis Thierry Henry schalten sich ein. Für PSG ist es ein Doppelschlag: Vitinha folgt in der 105. Minute, ebenfalls angeschlagen. Zwei Motoren fallen aus, während Arsenal frische Kräfte nachschickt.
Dembélé hatte den Knoten gelöst. Sein Strafstoß zum 1:1 in der 65. Minute traf den linken Winkel, zerstörte die Gunners-Disziplin. Jetzt hockt er in der Kabine mit Eis am Oberschenkel, während draußen die Verlängerung tobt. Paris bangt nicht nur um den Pokal, sondern um den Weltmeister von 2018.
Die Diagnose wird die Nacht bringen. Die Befürchtung: Muskelbündelriss, Ausfallzeit sechs Wochen. Die Hoffnung: nur Krämpfe, zwei Tage Regeneration. Für PSG zählt jetzt jeder Schritt, auch der, den Dembélé nicht mehr vollenden konnte.
