Delirios en ingolstadt: pietta explota nach wagner-foul!
Die Play-off-Serie zwischen dem ERC Ingolstadt und dem EHC Red Bull München ist nicht nur sportlich, sondern auch emotional eskaliert. Nachdem Fabio Wagner im vierten Spiel einen regelwidrigen Check gegen Edwin Tropmann verübt hatte, platzte Daniel Pietta nach dem 3:7-Debakel am Samstag förmlich der Kragen. Die Diskussion um das Foul und den Spielstil der Münchner geht weiter – und die Gemüter sind alles andere als ruhig.
Winkler versucht schadensbegrenzung
Christian Winkler, der Managing Director Sports beim EHC RB München, versuchte am Sonntagabend in „Blickpunkt Sport“ im BR, die Situation zu beruhigen. Doch die Wut von Daniel Pietta war bereits in der Luft gelegen. Winkler betonte, dass Wagner den Fehler einsieht und sich bereits mit Tropmann ausgetauscht habe. „Der Fabio weiß auch, dass das drüber war“, sagte Winkler, und fügte hinzu, dass man sich auf Augenhöhe mit Ingolstadts Sportdirektor Regan abgestimmt habe, um die Spiele „etwas ruhiger“ zu gestalten.
Doch Pietta ließ sich nicht beschwichtigen. Der 39-Jährige wetterte gegen den Münchner Spielstil und sprach Klartext: „Wenn das der Preis für den Meistertitel sein muss, dann kann ich auch gerne darauf verzichten.“ Er kritisierte, dass die Münchner Verletzungen der Gegenspieler in Kauf nehmen würden und kündigte an, keinen Bock mehr auf den Eishockey-Sport zu haben, sollte sich diese Art zu spielen fortsetzen. Seine Worte hallen wider in der gesamten Eishockey-Szene nach.

Ein foul, viele fragen
Wagner wurde für 14 Spiele gesperrt, eine Entscheidung, die in beiden Lagern diskutiert wird. Während Winkler die Aussprache zwischen Wagner und Tropmann hervorhob, bleibt die Frage, ob die Strafe angemessen war. Tropmann, der nach dem Foul bewusstlos war und im Krankenhaus behandelt werden musste, wurde am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, aber es scheint, als ob er auf dem Weg der Besserung ist.
Die Auseinandersetzung wirft ein schlechtes Licht auf den Eishockey-Sport. Es zeigt, wie schnell Emotionen hochkochen können und wie wichtig es ist, dass die Spieler und Offiziellen die Grenzen des Erlaubten einhalten. Die Serie ist noch nicht entschieden, aber die Ereignisse abseits des Eis haben bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Entscheidung für Wagner, ein ehemaliger Ingolstädter Publikumsliebling, war hart, und Pietta wurde von seinen Teamkollegen unterstützt. Die Zuschauer sahen in Pietta einen echten Kämpfer, der für seinen Verein einsteht.
